Merz: deutschland schließt sich nicht an trumps plänen an

Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat sich deutlich gegen die Pläne von US-Präsident Donald Trump zur Sicherung von Öltransporten in der Straße von Hormus ausgesprochen.

Merz warnt vor einer intervention

Merz warnt vor einer intervention

„Wir werden uns daran nicht beteiligen, auf der Straße von Hormus mit militärischen Mitteln freie Schifffahrt zu gewährleisten,“ erklärte Merz in einem Presseauftritt mit dem niederländischen MP Rob Jetten im Kanzleramt.

Trump hatte in einem Interview mit der Financial Times gedroht, dass er die Nato-Freundschaften bröckeln lasse, wenn die Partnerstaaten nicht zu militärischen Maßnahmen auf der Straße von Hormus beitragen. Merz erinnerte Trump daran, dass die Nato-Staaten sich verpflichtet hatten, 2 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben.

„Wir erfüllen unsere Verpflichtungen in der Nato,“ betonte Merz. Allerdings sei der Krieg zwischen den USA und Israel gegen Iran keine Nato-Aangelegenheit, da sie ein Verteidigungsbündnis sei. Die Nato sei hier nicht gefragt.

Merz forderte alle Beteiligten auf, nach einer anderen Lösung als militärischer Intervention zu suchen. Er warnte auch vor den Folgen einer israelischen Bodenoffensive im Libanon.

„Die hoch angespannte humanitäre Lage und das dramatische Fluchtgeschehen würde sich weiter verschärfen,“ sagte er. „Deshalb fordern wir unsere israelischen Freunde eindringlich auf: Schlagt diesen Weg nicht ein. Es wäre ein Fehler.“