Nagelsmann lässt undav kalt stehen: wm-entscheidung sorgt für diskussionen

Das deutsche Nationalteam hat sein WM-Testspiel gegen die Schweiz mit 3:4 verloren, doch die eigentliche Kontroverse entbrannt erst danach. Bundestrainer Julian Nagelsmann verteidigte die Nichtberücksichtigung von Stürmer Deniz Undav, obwohl dieser in der Bundesliga eine herausragende Form zeigt.

Nagelsmann erklärt auslassung von undav nach testspiel-niederlage

Nagelsmann erklärt auslassung von undav nach testspiel-niederlage

Die Frage, warum Undav nicht in der Startelf stand, wurde in einem RTL-Interview scharf thematisiert. Nagelsmann argumentierte, dass er zwischen der Verstärkung des Selbstbewusstseins eines formstarken Stürmers und der Förderung der Entwicklung eines weniger präsenten Stürmers abwägen müsse. Er plant, Psychologen zu konsultieren, was er ironisch als eine Art Gegenteil seiner eigenen Intuition bezeichnete.

Die Entscheidung, Kai Havertz anstelle von Undav in die Startelf zu befördern, wurde später durch einen Wechsel von Nick Woltemade für Havertz ergänzt. Nagelsmann betonte, dass Woltemade in Newcastle aktuell nicht optimal spielt und er ihm Zeit geben wolle, wieder in Form zu kommen. Undav selbst soll durch die Testpartie nicht in seinem Selbstvertrauen geschwankt haben.

Wirtz glänzte mit zwei Toren und zwei Assists beim 4:3-Verlust gegen die Schweiz. Doch der Fokus lag nach dem Spiel auf der Personaldebatte um die Sturmspitze. Die Entscheidung, ob Undav im kommenden Test gegen Ghana in Stuttgart zum Einsatz kommt, bleibt vorerst offen.

Die kommende Partie gegen Ghana am Montag in Stuttgart (20.45 Uhr, ARD und BILD-Liveticker) wird nun unter noch größerer Beobachtung stehen. Nagelsmanns Ausführungen lassen vermuten, dass er eine taktische Wette eingeht, die sich erst im Laufe des WM-Jahres entfalten wird. Seine Worte sind ein klarer Hinweis darauf, dass die WM-Entscheidungen noch lange nicht gefallen sind.