Noem im streit: ex-us-verteidigungsministerin nutzt militärbasis als privatwohnung
Washington – Die Skandal um Ex-US-Verteidigungsministerin Kristi Noem droht, noch weiter eskalieren zu. Die 54-Jährige, die bereits vor wenigen Wochen einen Rücktritt von ihrem Amt angetreten hatte, scheint ihre Verbindung zum Militär nicht gekappt zu haben – und das auf eine höchst pikante Weise.
Luxus-unterkunft mitten im stützpunkt: ein ungewöhnliches arrangement
Wie das Wall Street Journal berichtet, nutzt Noem weiterhin ein exklusives Anwesen direkt auf der Joint Base Anacostia-Bolling in Washington. Augenzeugen bestätigten diese Woche den Anblick eines schwarzen SUVs, der vor der luxuriösen Immobilie parkte. Auch Küstenwache-Beamte hatten die Politikerin mehrfach auf dem Gelände gesichtet – ein Standort, der eigentlich ausschließlich für den Chef der Küstenwache reserviert ist.
Die Umstände sind alles andere als unproblematisch. Noem hatte sich zwar zuvor vehement gewehrt und betont, die Unterkunft gemietet zu haben, bezahlt aus eigenen Mitteln. Doch die Tatsachen sprechen eine andere Sprache. Der aktuelle Küstenwachen-Chef, Admiral Kevin Lunday, plant offenbar, die Residenz ebenfalls zu nutzen – und dies „in Kürze“, wie enge Quellen bestätigten.

70 Millionen dollar für den traum vom privatjet
Die Affäre geht jedoch weit über die Nutzung der Villa hinaus. Berichte deuten auf eine beträchtliche finanzielle Beteiligung hin: Noem und ihr enger Vertrauter Corey Lewandowski sollen rund 70 Millionen Dollar für einen Privatjet ausgegeben haben – inklusive eines Schlafzimmers mit Queensize-Bett. Diese Summe, die zusätzlich zu bereits mindestens 200 Millionen Dollar an Steuergeldern fließt, die offenbar für maßgeschneiderte Werbekampagnen für Noem bestimmt waren, wirft ernsthafte Fragen auf.

Lewandowski: geschäftliche besuche, verborgene verbindungen
Lewandowski, der ebenfalls regelmäßig zwischen seiner Wohnung und Noems ehemaligem Apartment pendelte, versuchte, die Kontakte herunterzuspielen und erklärte, zahlreiche Geschäftspersonen hätten die Politikerin in dem Haus empfangen. Doch Gerüchte über eine Affäre bleiben hartnäckig. Fotos dokumentieren den regelmäßigen Austausch zwischen den beiden – eine Verbindung, die offenbar weit über rein geschäftliche Interessen hinausgeht.
Trump und die ungewöhnlichen vertrauten
Noems Fall ist keineswegs isoliert. Im Zuge Trumps Amtszeit zogen zahlreiche andere Trump-Vertraute in Militärunterkünfte, nachdem ihre privaten Adressen öffentlich geworden waren. Eine Praxis, die das Außen- und Verteidigungsministerium offiziell nicht kommentiert hat. Die Frage ist: Handelt es sich um einen unbedachten Fehler, oder steckt ein tieferliegendes Muster dahinter? Die Republik ist gespannt auf die nächsten Entwicklungen in dieser pikanten Geschichte.
