Notstand in Rumänien: Atomkraftwerk unter Wasser – Militär zur Kühlung im Einsatz

Die Situation in Rumänien verschärft sich dramatisch. Ein landesweiter Notstand wurde ausgerufen, nachdem der anhaltend niedrige Wasserstand in der Donau die Stromproduktion im Atomkraftwerk Rumänien massiv beeinträchtigt hat.

Zweiter Reaktor in Gefahr – Militär zur Unterstützung

Zweiter Reaktor in Gefahr – Militär zur Unterstützung

Wie aus einer Mitteilung der Rumänischen Marinekräfte (via Reuters) hervorgeht, muss nun der zweite Reaktor mit ausreichend Kühlwasser versorgt werden. Die bisherige Abschaltung des ersten Reaktors reichte nicht aus, um die kritische Lage zu entschärfen. Das Militär wurde zur Umleitung des Wassers in die Donau beordert – eine riskante Maßnahme angesichts der bereits jetzt extremen Wasserstände.

Am Sonntag wurde bereits ein gezielter Sprengvorgang durchgeführt, um das Wasservolumen zu erhöhen. Die Sprengkraft erwies sich jedoch als unzureichend. Nun müssen die Soldaten erneut mit Sprengladungen eingreifen, was die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft. Die Folge: Ein massiver Rückgang der Stromerzeugung, der den Notstand auslöst.

Die Rumänischen Streitkräfte haben den August komplett unter das Notstandsgeschehen gestellt. Die genauen Details der geplanten Sprengungen, insbesondere die Menge der verwendeten Sprengstoffe und die erwartete Wasserhebung, sind derzeit noch nicht öffentlich bekannt. Es bleibt abzuwarten, ob die militärische Intervention tatsächlich eine nachhaltige Lösung für das Problem darstellt oder nur eine kurzfristige Notmaßnahme.