Ölpreisschock: trumps ultimatum lässt märkte erzittern

New York und London zittern – die Feiertage haben die ohnehin angespannte Lage im Iran-Konflikt weiter verschärft, und die Rohstoffmärkte reagieren mit einer beispiellosen Volatilität. Der Ölpreis schießt förmlich in die Höhe: Am Montagmorgen knackte die Sorte Brent ein Niveau von über 113 US-Dollar pro Barrel – das entspricht rund 96 Euro für 159 Liter. Eine Steigerung, die fast 40 Dollar über dem Wert vor dem Beginn des Konflikts liegt, ein Plus von satten 55 Prozent.

Die märkte vergessen trumps versprechen

Die märkte vergessen trumps versprechen

Noch im März, als Trump verkündete, man stehe kurz vor einer Einigung zur Beendigung des Konflikts, beruhigten sich die Märkte. Doch diese Zeiten scheinen vorbei. Die Glaubwürdigkeit des Präsidenten ist offenbar auf ein Minimum gesunken. Auch der US-amerikanische West Texas Intermediate (WTI) stieg spürbar an. Auslöser ist eine neue Welle von Drohungen aus Washington, die die Lage weiter eskalieren lassen.

Trump setzt Teheran nun ein Ultimatum: Bis Dienstagnachmittag, 20 Uhr US-Ostküstenzeit (2 Uhr MESZ am Mittwoch), müsse die iranische Führung einlenken. Andernfalls drohen massive Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes. Im Zentrum der Forderung steht die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus – eine lebenswichtige Wasserstraße für die globale Ölversorgung.