Olymp übernimmt eterna: traditionsmarke verschwindet – was bedeutet das für den markt?

Ein Schock für die deutsche Modebranche: Der Hemdenhersteller Eterna, ein Name, der für Qualität und Tradition stand, wird nach 163 Jahren Geschichte verschwinden. Die Marke wird nun von Olymp übernommen, nachdem Eterna im Dezember 2025 Insolvenz angemeldet hatte.

Marken-übernahme: ein ende einer ära

Marken-übernahme: ein ende einer ära

Die Nachricht ist kaum zu fassen: Olymp, ein etablierter Player im Hemdenmarkt, sichert sich die Markenrechte an Eterna. Jahrzehntelang waren beide Unternehmen direkte Konkurrenten, nun folgt ein bitteres Ende für Eterna. Der Ausverkauf in den verbliebenen Filialen hat bereits begonnen, wie der Münchner Merkur berichtet. Man sieht die Aufkleber: „Alles muss raus!“ und „3 Blusen 99 Euro“. Mitarbeiter erhielten bereits im Juni 2026 ihre Kündigungen. Insgesamt waren rund 400 Beschäftigte bei der Modekette tätig.

Prof. Dr. Lucas Flöther, der Insolvenzverwalter, gab gegenüber BILD an, dass versucht werde, für einen kleinen Teil der Filialen einen Kaufvertrag mit einem Interessenten abzuschließen, der möglicherweise einige Mitarbeiter übernehmen könnte. Doch die Situation in der Modebranche ist angespannt. Die Insolvenz von Eterna ist nur der jüngste Schlag in eine Reihe von Problemen.

Zehntausende Ladengeschäfte schrumpfen in Deutschland, der Handel befindet sich in einer tiefen Krise. Auch der beliebte Teleshopping-Sender, der vor kurzem sein 25-jähriges Jubiläum feierte, musste Insolvenz anmelden. Die Konsumzurückhaltung der Bevölkerung in Kombination mit steigenden Kosten für Unternehmen setzt viele Händler unter Druck. KiK plant beispielsweise den Schließung von 300 Filialen europaweit.

Mark Bezner, Inhaber und CEO der Olymp Bezner-Gruppe, zeigte Respekt vor der Leistung von Eterna und kündigte an, verschiedene Szenarien zu prüfen, um die Marke für treue Kunden und Handelspartner wieder erfolgreich zu machen. Doch die Herausforderungen sind enorm. Die Zukunft von Eterna bleibt ungewiss, aber eines ist klar: Ein bedeutendes Stück deutscher Mode-Geschichte ist damit beendet.