Osterwunder in berlin: die meisterschale kehrt zurück!
Ein fast unglaublicher Fund in den Archiven der Füchse Berlin hat den Sonntag im Zeichen der Handball-Euphorie gestellt. Während die Mannschaft des amtierenden Meisters Leipzig im Viertelfinale deutlich dominierte, erlebten die Fans eine noch sensationellere Überraschung: die seit November 2025 vermisste Meisterschale der Daikin HBL wurde wiedergefunden!

Kretzschmars prophezeiung: ein spiel ohne spannung?
Der frühere Sport-Boss der Füchse, Stefan Kretzschmar, der am Sonntag erstmals seit seiner Entlassung im September wieder ein Heimspiel der Berliner verfolgte, hatte vor dem Spiel gewarnt: „Es wird nicht einfach nur schwer für Leipzig, es wird unmöglich. Sie werden hier heute nicht gewinnen können.“ Seine Worte erwiesen sich als zutreffend, denn die Begegnung gegen den Tabellenletzten war von Anfang an eine klare Angelegenheit für die Füchse. Bereits nach 30 Sekunden sorgte ein früher Zwei-Minuten-Strafstoß von Kapitän Max Darj für überraschte Gesichter – ein Start ins Spiel, den selbst Kretzschmar, der als Co-Kommentator für WELT TV, Dyn und BILD.de vor Ort war, kaum glauben konnte.
Doch das eigentliche Highlight des Tages war die Präsentation der Meisterschale. Nach einem Einbruch in der Geschäftsstelle der Füchse im November 2025 war die Trophäe verschwunden, und es wurde davon ausgegangen, dass sie eingeschmolzen wurde. Die Ermittlungen führten im Januar 2026 zur Festnahme zweier Verdächtiger, doch die Schale blieb ungefindet. Umso größer war die Freude, als ein Praktikant bei einer Generalinventur das „gute Stück“ im Keller der Geschäftsstelle entdeckte – versteckt hinter Kartons, die an den ehemaligen Ausrüster Puma zurückgeschickt werden sollten.
Die Wiederentdeckung der Meisterschale sorgte für einen regelrechten Osterwunder in Berlin. In der Halbzeitpause wurde sie auf einem Stehtisch in der Halle präsentiert, zu großem Jubel der Fans. Während die Füchse auf dem Spielfeld einen ungefährdeten 39:26-Sieg gegen Leipzig feierten, offenbarte die Rückkehr der Trophäe eine Geschichte voller Ungewissheit und schließlich glücklicher Fügung.
Lasse Ludwig, der junge Nationaltorwart der Füchse, brillierte mit 19 Paraden und wurde verdient als Spieler des Spiels ausgezeichnet. Trotzdem war es Leipzigs Trainer Frank Carstens, der die Pausenansprache übernahm und versuchte, seinen demoralisierten Spielern Mut zuzusprechen: „Wir müssen einfach mal das tun, was wir die ganze Woche über machen.“ Doch die Worte blieben ungehört, denn die Berliner waren in dieser Nacht einfach unaufhaltsam. Selbst Mijajlo Marsenic, Berlins Kreisläufer, der nicht gerade für seine Sprintstärke bekannt ist, gelang ein Kontertor, was Leipzigs Kapitän Lukas Binder mit einem lauten Ausruf kommentierte: „Jungs, dass fucking Marsenic ’nen Konter läuft, ist nicht das, was wir gesagt haben!“
In Anbetracht der Ereignisse kann man Kretzschmars Prophezeiung als eine Art Handball-Orakel bezeichnen. Denn während er im Vorfeld die Überlegenheit der Füchse prognostizierte, verpasste der THW Kiel am selben Tag ein Heimspiel gegen Eisenach. Ein Beweis dafür, dass in der Welt des Handballs, wie im Leben, manchmal die unerwartetsten Wendungen folgen.
