Pollenalarm! frühlingssonne bringt allergikern zu schaffen

Die gute Laune, die milden Temperaturen, das erste Eis in der Hand – der Frühling hält Einzug. Doch für Millionen Deutsche ist diese Zeit des Jahres ein Albtraum: Der Birkenpollenflug hat deutschlandweit seinen Höhepunkt erreicht. Wer jetzt die Fenster öffnet, riskiert eine Nasenattacke und tränende Augen.

Die pollenkarte leuchtet knallrot

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Pollenwarnung auf die höchste Stufe angehoben. Seine Karte für Birkenpollen ist durchgehend knallrot gefärbt – ein deutliches Zeichen für Allergiker. Und es wird nicht besser: Auch die ersten Pollen der Erle mischen sich bereits in die Luft, vor allem in Bayern.

„Das schöne Wetter lässt die vom Heuschnupfen geplagten Allergiker leider leiden“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Die Temperaturen, die zeitweise sommerlich ansteigen, sorgen dafür, dass die Birkenpollen in ungebremstem Tempo fliegen.

Die Situation im Überblick: Im Norden und Nordosten sind mäßige 10 bis 14 Grad zu erwarten, während der Rest Deutschlands zwischen 15 und 20 Grad verzeichnet. Am Oberrhein klettern die Temperaturen sogar auf bis zu 23 Grad.

Wetter-Experte Dr. Karsten Brandt ergänzt: „Die Wetterlage ändert sich kaum, es bleibt sehr schön.“ Ein schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen begünstigt die Ausbreitung der Pollen zusätzlich. Und was die Alleriker noch mehr beunruhigt: Das kommende Wochenende könnte sogar bis zu 25 Grad bringen – eine wirklich tolle Osterferienwoche, aber für viele ein pollenreicher Albtraum.

Laut der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) sind die Birkenblüten „auf Betriebstemperatur“ – ein saisonaler Belastungsgipfel, der Allergiker dazu zwingt, zu Sprays, Tropfen oder Tabletten zu greifen, um das Frühlingswetter überhaupt genießen zu können.

Dürregefahr droht neben dem pollenchaos

Dürregefahr droht neben dem pollenchaos

Doch das blühende Chaos hat eine Kehrseite. Während die Sonne scheint und die Temperaturen steigen, trocknen die Böden zunehmend aus. „Zwar sind in den nächsten Tagen gelegentlich Schauer oder kurze Gewitter möglich, doch diese fallen sehr lokal und bringen nur geringe Mengen“, warnt Meteorologe Jung. Flächendeckender Regen wäre dringend nötig, um der Natur etwas Erleichterung zu verschaffen.

Die Natur ist also in einem Dilemma gefangen: Während die Allergiker unter dem Pollenflug leiden, ringt die Landwirtschaft mit der Dürre. Ein Teufelskreis, der zeigt, dass das Wetter selten für alle nur Freude bereitet. Der Himmel mag blau sein, aber unter der Oberfläche brodelt es – und das sollte uns alle zum Nachdenken anregen.