Preußen münster: die hoffnung schwindet – abstieg rückt näher

Die Luft in Münster wird dünner. Nach dem müden 0:0 gegen Greuther Fürth steht Preußen Münster vor einer Zitterpartie der Extraklasse. Der Abstieg in die 3. Liga scheint unausweichlich, auch wenn die Spieler bis zum Schluss krampfhaft an der Chance auf Rettung festhalten.

Die offensive versagt – wieder einmal

Es war ein Spiel, das niemand gewinnen wollte, aber vor allem niemand gewinnen konnte. Die „Adlerträger“ präsentierten sich erneut ohne Durchschlagskraft, während Fürth pragmatisch punktete – ohne dabei zu überzeugen. Die größte Schwäche der Mannschaft von Trainer Alois Schwartz liegt weiterhin in der Offensive. Chancen, die man sich erarbeitet, werden kläglich vergeben. Joshua Mees, dessen Patzer vor dem Tor für Kopfschütteln sorgten, verkörpert diese Problematik.

Schwartz' Analyse ist unerbittlich: „Solche Möglichkeiten darfst du eigentlich nicht liegen lassen.“ Das Fehlen von Selbstvertrauen ist offensichtlich, und es nagt an der Moral der Mannschaft. Ein Teufelskreis, aus dem es nur schwer herauszuführen sein wird.

Ein blick auf die restlichen spiele – ein albtraum

Ein blick auf die restlichen spiele – ein albtraum

Die Aufgabe, die vor Preußen Münster liegt, ist beängstigend. Neben dem Derby gegen Arminia Bielefeld, das zumindest emotional eine Rolle spielen könnte, warten Schalke 04, Hannover 96, Darmstadt 98 und SV Elversberg – allesamt Aufstiegskandidaten. Die Wahrscheinlichkeit, in diesen Spielen Punkte zu holen, ist gering. Die fünf verbleibenden Partien sind keine Chance, sondern eine Bewährungsprobe.

Die Bilanz der letzten Wochen ist erschreckend. Seit über fünf Monaten wartet der Verein auf einen Heimerfolg. Nur ein einziger Sieg in den vergangenen 15 Liga-Spielen unterstreicht die Misere. Die Erinnerung an das letzte Erfolgserlebnis am 31. Oktober gegen Holstein Kiel wirkt wie aus einer anderen Welt.

Doch es gab schon einmal einen ähnlichen Fall. Im Vorjahr schien die Lage noch aussichtsloser, und doch gelang es den Münsteranern, die Wende zu schaffen. Eine Wiederholung dieses Wunderwerks ist zwar möglich, aber angesichts der aktuellen Umstände unwahrscheinlich. Die Anhänger zeigen sich loyal: Rund 1000 Fans marschierten vor dem Spiel durch die Stadt, und fast 7000 wollen das Auswärtsspiel in Gelsenkirchen unterstützen. Ein Zeichen der Solidarität, das den Spielern in dieser schweren Zeit Kraft geben mag.

Die Wahrheit ist hart: Preußen Münster steht vor dem Abgrund. Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber in Münster flackert sie zusehends. Der Fokus muss nun auf dem Erreichen des Klassenerhalts liegen – auch wenn die mathematischen Möglichkeiten schwinden. Die Saison endet in einem bitteren Nachgeschmack, und die Frage, wie es mit dem Verein weitergeht, bleibt offen. Die Zuschauer verlassen das LVM-Stadion mit einem Gefühl der Resignation. Ein Punkt, der niemandem hilft, sondern die Abstiegssorgen nur noch verstärkt.