Preußen münster: hoffnungsschimmer und personalsorgen nach müder nullnummer

Kiel – Ein Punkt, der schmeckt? Oder doch eine verpasste Chance? Preußen Münster verließ am Montag das Holstein-Stadion mit einem frustrierten 0:0, das mehr als nur ein Remis suggerierte. Die Defensivarbeit war erkennbar verbessert, doch die Angriffslust fehlte gänzlich. Und dann die Sorge um den wichtigsten Spieler…

Batista-meiers verletzung wirft schatten auf die zukunft

Schon in der 15. Minute erlebten die Anhänger der Preußen einen Schreck: Oliver Batista-Meier, der mit sechs Treffern und vier Vorlagen die Offensive des Tabellenletzten maßgeblich belebte, musste nach einem brutalen Bodycheck des Kieler Spielers Kasper Davidsen vom Feld. Die erste Diagnose – ein Sprunggelenkbruch – ließ die Fans erschaudern. Doch erste vorsichtige Hoffnungen keimen auf. Chefcoach Alois Schwartz sprach von einer möglicherweise lediglich starken Prellung, wobei die Lage sich auf der langen Rückfahrt und beim Ostermontagstraining leicht entspannter zeigte.

„Olli ist – den Umständen entsprechend – gut durch die Nacht gekommen“, so Schwartz gegenüber BILD. Der Spieler selbst klang ebenfalls optimistisch: „Vielleicht bin ich schon nächsten Samstag gegen Fürth wieder dabei.“ Diese Zuversicht wird jedoch erst am Dienstag durch eine MRT-Untersuchung auf den Prüfstand gestellt. Sollte die schlimmste Befürchtung eintreffen, droht dem Preußen Münster das Saison-Aus für ihren wichtigsten Scorer.

Die offensive Flaute der Mannschaft, die mit nur 31 Treffern gemeinsam mit Braunschweig das traurige Schlussergebnis in der Torstatistik bildet, setzte sich im Holstein-Stadion fort. Chancen durch Mees, Lokotsch, Amenyido und Vilhelmsson wurden kläglich vergeben. Schwartz ärgerte sich über die mangelnde Präzision im Abschluss: „Man spürt ihre Verunsicherung. Wir haben uns Möglichkeiten erarbeitet, aber zu wenige, und hinten wurden wir unpräzise.“

Die abwehr stabil, die hoffnung bleibt

Die abwehr stabil, die hoffnung bleibt

Trotz der offensiven Schwächen gab es auch positive Aspekte. Die Abwehr um Paul Jaeckel zeigte eine stabile Leistung und verhinderte, dass Kiel die Partie für sich entscheiden konnte. Jaeckel selbst betonte nach dem Spiel: „Das Spiel gibt uns ein gutes Gefühl und eine gewisse Sicherheit, dass wir auch in den nächsten Wochen stabil stehen können. Außerdem haben wir gesehen, dass einfache Bälle auch zu Gelegenheiten führen können.“

Der Kampfgeist ist noch lange nicht erloschen. Preußen Münster ist zwar Tabellenletzter, aber die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt weiter. Gelingt am nächsten Samstag gegen Fürth der sechste Saisonsieg, könnte der Sprung ans rettende Ufer tatsächlich noch möglich sein. Doch die Wahrheit ist: Die Abhängigkeit von Batista-Meiers Form und Fitness ist besorgniserregend. Die Preußen müssen ihre Offensive breiter aufstellen – oder riskieren den Abstieg in die Drittklassigkeit.