Raketenangriff auf israelisches wohngebiet: wunderliche rettung in beer sheva

Beer Sheva, Israel – Ein israelisches Arbeiterviertel im Süden des Landes wurde am Montagmittag Ziel eines ballistischen Raketenangriffs aus dem Iran. Der Einschlag ereignete sich direkt auf dem Sportplatz einer Grundschule. Ein Wunder: Trotzdem gab es keine Todesopfer.

Kein todesopfer – ein geschenk des schicksals

Kein todesopfer – ein geschenk des schicksals

Die Bewohner des Viertels hatten mit Glück eine doppelte Chance: Die Grundschule war an diesem Tag wegen des jüdischen Purim-Festes geschlossen. Und die Wohnhäuser, die nur etwa 50 Meter vom Einschlag entfernt liegen, blieben verschont. Die Detonation und die daraus resultierenden Splitter zerstörten jedoch bereits Gebäude in der Umgebung und machten sie für lange Zeit unbewohnbar. Ganze Wände wurden herausgerissen.

Mosche (58), der seine Wohnung verloren hat, erinnert sich: „Die Raketen aus Gaza habe ich früher nicht mehr ernst genommen. Die waren meist aus Wasserrohren gebaut und hatten keinen Gefechtskopf. Die haben eher Schaden durch Gewicht und Geschwindigkeit angerichtet.“ Im Gegensatz dazu sieht er die Raketen aus dem Iran als eine völlig andere Bedrohung. „Wenn uns jemand angreift, müssen wir uns verteidigen. Aber das hat einen Preis.“

Die Zerstörung ist sichtbar: Ein Loch in der Wand offenbart ein verwüstetes Zimmer. Mayaan (27) und ihr Verlobter Yair (28), die in Kürze heiraten wollen, haben ebenfalls viel verloren. „Meine Cousine wohnte hier. Elektrische Geräte wie Spülmaschinen und Kühlschränke sind durch Splitter und die Druckwelle explodiert.“ Yair betont die Notwendigkeit militärischer Aktionen gegen den Iran. „Die schießen einfach auf alles, was sie treffen können.“

Seine Worte sind bitter: „Diese Menschen haben jetzt alles verloren.“ Er sieht den Krieg als notwendig für einen sicheren Nahen Osten. Die Situation ist so ernst, dass sogar Iraner weltweit die Angriffe feiern. „Wir wollen, dass Menschen aus einem freien Iran, aus Teheran, uns in Tel Aviv besuchen können. Und wir wollen Teheran besuchen. Wir wollen Frieden.“

Nina (89), Mosches Mutter, die den Holocaust überlebte und 1979 aus der Sowjetunion nach Israel auswanderte, erlebt die Angst der Vergangenheit erneut. „Ich hatte Angst. Jede Minute nur bumm, bumm, bumm…“ Ihre Stimme bricht, als sie die Erinnerung an die Bombardierungen zurückruft, die sie erlebt hat.

Die Zerstörung in Beer Sheva ist ein Mahnmal für die fragile Sicherheit im Nahen Osten und ein Spiegelbild der zunehmenden Eskalation zwischen Israel und dem Iran. Dieser Vorfall verdeutlicht die hohe Preis, den Frieden zu zahlen ist.