Rapper finch distanziert sich von stalker-profilbild – und entschuldigt sich
Koh Phangan, Thailand – Der Rapper Finch (bürgerlich Nils Wehowsky) steht nach einer umstrittenen Entscheidung in der Kritik. Das Problem: Ein Profilbild auf seinem Instagram-Account zeigte einen Stalker, der den Internetstar HoneyPuu seit anderthalb Jahren terrorisiert. Zuerst verteidigte sich der Musiker, nun bereut er seine Aktion und entschuldigt sich.

Finch räumt fehler ein: die eskalation begann mit einem profilbild
Finch hatte das Bild des Stalkers, Isabell Schneider (26, online bekannt als HoneyPuu), vor vier Wochen hochgeladen. Er behauptet, die Profile des Mannes schon länger zu kennen und seine Entscheidung habe nichts mit dem Fall zu tun. Kritiker werfen ihm vor, durch die Veröffentlichung Reichweite für den Täter geschaffen zu haben.
„Ihr wollt hier so eine Alibi-feministische Aktion machen“, so Finch in einem inzwischen gelöschten Instagram-Clip. Er argumentierte, er biete dem Stalker keine Hilfe an, und spottete sogar über dessen Verhalten. Doch die Reaktion der Öffentlichkeit zwang ihn zu einer Kehrtwende.
In einem neuen Clip räumte Finch ein, seine Reaktion überstürzt und unüberlegt gewesen zu sein. „Manchmal braucht es Leute aus dem privaten Umfeld, die einem den Kopf waschen“, erklärt er. „Es tut mir leid. Aufrichtig. Ich stehe für meinen Fehler ein.“
Der Vorfall wirft Fragen nach der Verantwortung von Influencern und der Sensibilität im Umgang mit Stalking auf. Finch sieht die Schuld nicht beim Träger des Profilbildes, sondern bei anderen Influencern und deren Followern, die Klicks mit fragwürdigen Aktionen generieren. Die Entschuldigung kommt spät, doch sie könnte ein Signal sein, dass auch Prominente lernen können.
Der Rapper, der auf Instagram über eine Million Follower hat, distanzierte sich von den Vorwürfen, Reichweite für den Stalker verschafft zu haben. Er betont, Stalking natürlich zu verurteilen, sieht aber die Ursache in der Sensationsgier im Netz. Die Entschuldigung ist ein Versuch, die Situation zu entschärfen – ein Versuch, der angesichts der Schwere der Vorwürfe möglicherweise zu spät kommt.
Die Auseinandersetzung zeigt einmal mehr die Grauzonen und die Komplexität der Online-Kultur. Es bleibt abzuwarten, ob Finchs Entschuldigung ausreicht, um den Schaden zu begrenzen.
HoneyPuu hat sich bislang nicht öffentlich zu der Entschuldigung von Finch geäußert.
Die Polizei ermittelt gegen den Stalker, der seit anderthalb Jahren HoneyPuu belästigt.
Finchs Entschuldigung erfolgte nach heftiger Kritik in den sozialen Medien.
Der Fall wirft Fragen nach der Verantwortung von Influencern auf.
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