Regionalliga-reform: fußball-zoff eskaliert – fans protestieren gegen dfb-blockade

Die Debatte um die Reform der Regionalligen im Deutschen Fußball-Bund (DFB) spitzt sich zu. Bei einem Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Preußen Münster demonstrierten Fans der Dresdner Ultras deutlich gegen die aktuelle Politik des DFB, während auch in anderen Regionen Deutschlands Proteste wachsen.

Ultras fordern reform: machtkampf um die regionalliga wütet

Die Botschaften der Dynamo Dresden Ultras lauteten: „Fürstentümer Regionalliga Südwest und West zerschlagen! 25.03.2026 Entscheidung treffen – Meister müssen aufsteigen!“ Die Forderung richtet sich gegen die Regelung, die seit 2019 besteht und besagt, dass die Meister der Regionalliga Südwest und West jedes Jahr in die 3. Liga aufsteigen, während die Regionalligen im Osten, Bayern und dem Norden diesen Vorteil nur alle drei Jahre genießen.

Die Kritik an dieser Struktur ist groß, insbesondere im Osten Deutschlands. Viele sehen darin eine ungerechte Verteilung von Chancen und Ressourcen. Der Westdeutsche Fußballverband (WFV) unter Präsident Peter Frymuth gilt als einer der Hauptverantwortlichen für die Blockade der Reform. Frymuth hat seine Regionalliga in der Vergangenheit mit Sonderrechten ausgezeichnet und blockiert nun die Einführung des sogenannten Kompassmodells, das eine Angleichung der Strukturen vorsieht.

Die Ultras von Hansa Rostock haben ebenfalls ihre Ablehnung gegenüber der aktuellen Situation deutlich gemacht. Beim Auswärtsspiel gegen 1860 München wurde ein Transparent enthüllt: „Verbandsstrukturen zerschlagen – Regionalliga-Reform durchsetzen!“ Auch Fans des FC Bayern München II haben sich mit einem Spruchband gegen den Bayerischen Fußballverband (BFV) und dessen Präsidenten Dr. Christoph Kern gewehrt, der dem FC Bayern II einen Punkt für den Einsatz von Pyrotechnik abzogen.

Die Reform ist nicht nur für die Regionalligen selbst von Bedeutung. Die wirtschaftliche Situation vieler Vereine ist angespannt. In der West-Staffel zogen beispielsweise in der vergangenen Saison drei Teams aus wirtschaftlichen Gründen zurück. Auch der SpVgg Bayreuth muss aufgrund des Abstiegs in die 3. Liga nun in den reinen Amateursport zurückkehren, während die Vereine im Norden hohe Kosten für die Produktion von TV-Bildern tragen.

Die Lage spitzt sich weiter zu. Am kommenden Wochenende werden bundesweit weitere Aktionen erwartet, bevor am 25. März das Treffen der AG Regionalliga-Reform stattfindet. Die Frage ist, ob die Reform nun auch von den Fans und Vereinen „von unten“ durchgesetzt wird. Die DFB-Spitze muss sich auf einen harten Widerstand vorbereiten.