Rüdiger verpasst schweiz-spiel – nagelsmann setzt auf etablierte innenverteidigung
Basel – Antonio Rüdiger wird beim Länderspiel gegen die Schweiz am Freitag zunächst nicht in der Startelf des DFB stehen. Bundestrainer Julian Nagelsmann bestätigte die Entscheidung am Donnerstag.

Rüdiger muss warten: nagelsmann setzt auf tah und schlotterbeck
Der DFB-Rückkehrer, der nach einer Verletzung wieder im Fokus steht, fällt für das Spiel in Basel aus. Stattdessen setzt Nagelsmann auf das eingespielte Innenverteidiger-Duo Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck. „Wir werden morgen mit Jona (Tah) und Schlotti (Schlotterbeck) beginnen“, erklärte Nagelsmann auf Anfrage von BILD. Er betonte, dass Rüdiger sich voll und ganz engagiert habe, unabhängig von seiner Rolle.
Rüdiger, der zuletzt aufgrund einer Oberschenkelverletzung fehlte, ist zwar zurück im DFB-Kreis. Doch die Kombination aus Tah und Schlotterbeck hat sich in der vergangenen Zeit bewährt. Nagelsmann signalisierte, dass er die Innenverteidigung nicht ständig ändern will. „Generell wechselst du als Trainer nicht ständig deine Innenverteidigung.“
Trotzdem versicherte der Trainer, dass Rüdiger in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werde. „Es wird bestimmt auch Spiele geben, wo er von Beginn an spielt.“ Die Doppelsechs bilden Leon Goretzka und Angelo Stiller. Überraschend kehrte Kai Havertz nach einer längeren Auszeit zurück in die Startelf, was Nagelsmann als „Einspielen“ bezeichnete. Die Partie soll dem Stürmer helfen, wieder in Form zu kommen.
Die Entscheidung für Rüdiger bedeutet keine definitive Ausgrenzung. Nagelsmann betonte die Breite im Kader und die Möglichkeit, dass Rüdiger in kommenden Spielen wieder zum Einsatz kommt. Die Stabilität der Innenverteidigung ist jedoch aktuell Priorität.
Die Worte Nagelsmanns lassen wenig Raum für Interpretationen: „Er hat versichert, dass er alles gibt.“ Seine Aussage impliziert, dass die Entscheidung nicht personalisiert ist, sondern auf taktischen Überlegungen basiert. Rüdiger muss nun abwarten und seine Chancen nutzen, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Die Schweiz-Partie ist für den DFB ein Testlauf vor wichtigen Spielen im kommenden Jahr. Ob Rüdiger seine Chance nutzen kann, bleibt abzuwarten – doch Nagelsmann scheint seinen Kurs beibehalten zu haben.
