Saibari und die Bayern – Reha-Pause in München statt Asien-Tour
Die medizinischen Protokolle der Bayern lassen sich kaum überbieten. Während Vincent Kompany und seine Mannschaft auf der südkoreanischen Vulkaninsel Jeju unter der drückenden Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit schwitzen, kämpfen fünf Patienten im Münchner Trainingszentrum Säbener Straße mit ihren Reha-Einheiten.
Ismael Saibari: Fokus auf die Genesung
Der 25-jährige marokkanische Offensivspieler, der in der WM-Knockout-Phase gegen Frankreich mit drei Treffern brillierte, hat sich im Achtelfinale gegen Kanada eine Muskelfaserrissverletzung im hinteren Oberschenkel zugezogen. Statt sich nun mit den Teamkollegen in Asien zu vernetzen, konzentriert sich Saibari voll und ganz auf seine Regeneration in München.

Davies, Musiala und die Dreiecks-Passübung
Neben Saibari absolvieren auch Alphonso Davies (muskelbändigerriss im Oberschenkel) und Jamal Musiala (nach Waden- und Sprunggelenksverletzungen) intensive Reha-Einheiten. Coach Simon Martinello legte dabei besonderen Wert auf präzises Passspiel – kurze Zuspiele, Aufsteller-Prallwände und Dreiecksformationen waren das Markenzeichen des Trainings. Die Stimmung unter den dreien war, wie Augenzeugen berichteten, ausgezeichnet.

Max Eberls Weigerung
Sportvorstand Max Eberl hatte bereits deutlich gemacht, dass Saibari die Asien-Tour nicht antreten soll. „Er brennt und würde am liebsten schon mitmachen“, erklärte Eberl. „Wir müssen ihn jetzt voll und ganz auf seine Genesung fokussieren, damit er nach der Tour bereit ist.“ Der Start in die neue Saison beim Franz-Beckenbauer-Supercup in Dortmund am 22. August könnte für den Marokkaner der nächste wichtige Schritt sein.

Weitere Verletzte im Kader
Auch Lennart Karl (Muskelbündelriss) und Serge Gnabry (Adduktoren-Ausriss) befinden sich im Trainingslager und arbeiten unter Aufsicht von Benjamin Sommer an ihrer Rückkehr in den Kader. Die Bayern müssen also geduldig sein – die Stars werden nicht alle gleichzeitig zur Verfügung stehen.
