Schick vollendet quantensprung: 100. tor im ausland!
Leverkusen – Patrik Schick hat nicht nur ein Spiel gedreht, sondern auch eine historische Marke gesetzt. Der tschechische Stürmer, der in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, markierte per Elfmeter den Ausgleichstreffer zum 3:3 gegen Wolfsburg und katapultierte Bayer Leverkusen zu einem fulminanten 6:3-Sieg. Doch das war erst der Anfang eines außergewöhnlichen Abends für den 30-Jährigen.
Ein tscheche schreibt fußballgeschichte
Schicks Tor war nicht nur der Auslöser für die Wende, sondern auch sein 100. Klubtor im Ausland. Ein Meilenstein, der ihn zu dem ersten tschechischen Spieler in den fünf europäischen Top-Ligen (England, Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich) zählt, dem dies gelang. Die Zahl spricht für sich: 74 Bundesliga-Tore, elf in der italienischen Serie A für Sampdoria Genua und die AS Roma, sowie zehn für RB Leipzig. Eine beeindruckende Bilanz, die den Wert des Angreifers unterstreicht. Hinter den Klub-Legenden Ulf Kirsten (182) und Stefan Kießling (131) rangiert Schick mit 74 Toren als dritter bester Liga-Torschütze in der Werkself-Historie.
Trainer Kasper Hjulmand lobte nicht nur Schicks Einsatzwillen, sondern auch die Flexibilität seiner Mannschaft. „Wir haben in der Halbzeit einige Veränderungen vorgenommen. Die Spieler, auch die, die von der Bank kamen, haben gezeigt, dass wir dieses Spiel gewinnen müssen“, so Hjulmand nach dem Spiel. Der Elfmeter selbst war das Ergebnis eines sehenswerten Solo-Vortrags von Nathan Tella, der von Saël Kumbedi im Strafraum gefoult wurde. Ein Moment, der nicht nur den Elfmeter, sondern auch Tellas Rückkehr in die Stammelf nach einer langwierigen Knöchelverletzung besiegelte.
Tella, der Held der Vorbereitung: Hjulmands Lob für Tella war geradezu überschwänglich. „Nathan hat ein hervorragendes Spiel gemacht. Bislang hatte ich nicht viele Gelegenheiten, auf ihn zu setzen, weil er oft verletzt war. In den letzten zwei Wochen hat er sehr gut trainiert. Er hatte frische Beine. Er macht diese tiefen Läufe, er bringt etwas anderes in unsere Mannschaft. Das ist sehr gut“, so der Coach. Die vorzeitige Vertragsverlängerung Tellas bis 2031 unterstreicht die Bedeutung, die der Verein dem jungen Engländer beimisst. Es ist ein Zeichen dafür, dass Leverkusen auf langfristige Zusammenarbeit setzt und das Potenzial des Spielers voll ausschöpfen will.
Schicks Leistung in dieser Saison ist ein Beweis für seine Konstanz und sein taktisches Verständnis. Er ist nicht nur ein Torjäger, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Leverkusener Spiels. Und während die Fans die Tore feiern, sollten sie sich daran erinnern, dass hinter jedem Treffer harte Arbeit und Hingabe stecken – Eigenschaften, die Patrik Schick zweifellos besitzt.
Die Wolfsburger hingegen müssen sich eingestehen, dass sie an diesem Abend nicht gewappnet waren. Die Offensive der Werkself war einfach zu stark, und die Defensive wirkte anfällig. Ein Spiel, das zeigt, dass in der Bundesliga an jedem Spieltag für Überraschungen gesorgt werden kann.
