Schock in berlin-neukölln: intimitäten im jugendclub – vergewaltigung und sex-offensive?
Berlin – Ein Skandal erschüttert Neukölln: Im Jugendclub Wutzkyallee, der für seine offene Politik bekannt war, soll eine 16-jährige Schülerin vergewaltigt worden sein. Das besagte Gesprächsprotokoll von Betreuern, das BILD vorliegt, offenbart erschreckende Details: Intimitäten waren im Club offiziell erlaubt – auch zwischen Mädchen und mehreren Jungen.

Offene türen, offene fragen
Die Nachricht schlägt hohe Wellen, nicht nur bei Eltern, sondern auch in der Politik. Die Club-Atmosphäre in der sozial geprägten Gropiusstadt, wo über 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben, war offenbar von einer überraschend liberalen Haltung geprägt. Laut dem Protokoll durften Jugendliche im Club nicht nur kuscheln, sondern auch sexuelle Handlungen vollziehen.
Jugendstaatssekretär Falko Liecke (CDU) zeigte sich empört. „Jugendzentren sind keine Spielwiese für sexuelle Beziehungen“, erklärte er. Die explizite Zulassung von Intimitäten, so Liecke, müsse nun untersucht werden. Auch die Vorfälle selbst, darunter die Vergewaltigung im Garten und das Begrapschen im Hinterzimmer, stehen im Fokus der Ermittlungen.
Neuköllns CDU-Fraktionschef Markus Oegel hat eine Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses beantragt. „Wir stochern im Nebel“, so Oegel, und fordert Antworten: War die offene Politik Teil eines Schutzkonzepts? Wurden andere Einrichtungen gewarnt? Und können junge Frauen ihren Jugendfreizeitstätten in Neukölln derzeit noch vertrauen?
Die Frage, warum Intimitäten sogar in Gruppen erlaubt wurden, wirft tiefgreifende Fragen nach der Verantwortung von Jugendzentren und den Schutzmaßnahmen für Minderjährige auf. Knutschen war zwar kein Tabu, doch die offene Tür für sexuelle Handlungen öffnete eine gefährliche Möglichkeit für Missbrauch. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch die Unsicherheit in der Neuköllner Gemeinschaft ist groß.
Die Grünen haben noch keine Entscheidung über eine Sondersitzung getroffen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Verantwortlichen des Jugendclubs Wutzkyallee und die zuständigen Behörden die notwendigen Antworten liefern können.
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