Schröder feiert 1:1 – mit kuss und schoko
Hannover – Gerhard Schröder, der Mann, der einst die deutsche Politik prägte, scheint seine zweite Leidenschaft vollends entdeckt zu haben: Hannover 96. Und das, obwohl der Verein ihn vor zwei Jahren öffentlich in die Distanz zwang. Am Ostersonntag war der Altkanzler erneut auf der VIP-Tribüne zu Gast, um seine „Roten“ anzufeuern – und ließ sich von einem eher mageren 1:1 gegen Elversberg nicht die Stimmung verderben.
Die treue des kanzlers: trotz querelen
Schröders Verbindung zu Hannover 96 ist eine Geschichte für sich. Nach öffentlich geäußerter Sympathie für Russland und seiner Tätigkeit bei russischen Konzernen war der Bruch im April 2022 unausweichlich. Ein möglicher Ausschluss schreckte den ehemaligen Regierungschef jedoch nicht davon ab, seine Treue zum Verein aufrechtzuerhalten. Stattdessen beobachtet er weiterhin aus der zweiten VIP-Ebene das Geschehen – wo sich die Logen der wichtigsten Hannoveraner Unternehmen und Geschäftsleute befinden – und genießt dabei ein Glas Rotwein und den Kontakt zu alten Weggefährten.
Ein Detail, das ins Auge fällt: Die Nähe zu seiner Ehefrau So-yeon Schröder-Kim. Ein Foto zeigt, wie sie sich zuneigt, ein Kuss auf die Wange scheint im Raum zu schweben. Eine Szene, die mehr sagt als tausend Worte.

Der star im vip-bereich
Für die Fans ist Schröder längst zur Attraktion geworden. Selbst nach dem Spiel drängeln sich die Menschen um ein Selfie mit dem „Genossen“. Seine zweite Ehefrau, die seit 2018 an seiner Seite ist, hat sich ebenfalls für das Hobby ihres Mannes erwärmt. Doch am Sonntag stand das Ergebnis auf dem Platz im Vordergrund. Ein 1:1, das den Aufstiegs-Endspurt der Mannschaft keineswegs unterstützt. Die „Roten“ wollen zurück an die Spitze – dorthin, wo Schröder einst war.
Die Bilanz: 38.300 Zuschauer sahen ein zerfahrenes Zweitliga-Topspiel. Ein Schokoriegel zur Stärkung für das Schröder-Ehepaar und ein paar Schmuseinheiten schienen die einzig wirklich positiven Momente des Tages zu sein. Schröder mag zwar ein Star im VIP-Bereich sein, aber auch er kann dem Fußballtrauma eines verpassten Aufstiegs nichts entgegen setzen.
