Schüsse in neukölln: tunesier verletzt – durchbewaffnung beunruhigt polizei
Ein Schusswechsel in Berlin-Neukölln hat am Donnerstagabend zu einer Schießerei und Verletzungen geführt. Ein 27-jähriger Mann wurde getroffen und musste nicht ins Krankenhaus.
Drama im anita-berber-park: streit eskalierte
Der Vorfall ereignete sich im Anita-Berber-Park an der Hermannstraße, als zunächst ein verbaler Streit zwischen zwei Personen eskalierte. Laut Polizeiortung löste ein erster Schuss die Auseinandersetzung aus. Was folgte, war eine taktische Auseinandersetzung, die sich schnell eskalierte.
Wie die Bild berichtet, handelt es sich um einen gebürtigen Tunesier, der sich zum Zeitpunkt der Tat mit drei weiteren Landsleuten im Park aufhielt. Ein weiterer Mann, dessen Identität noch unklar ist, näherte sich der Gruppe und zog laut Polizeiangaben eine Waffe aus seiner Bauchtasche. Die Tunesier flüchteten daraufhin.

Schütze feuerte hinter den männern her
Der unbekannte Schütze feuerte anschließend hinter den Tunesiern her. Der 27-Jährige wurde am Bein getroffen, eine Kugel soll die Wade gestreift haben. Die genaue Anzahl der abgegebenen Schüsse ist bislang unklar. Die Polizei sperrte den Park und angrenzende Straßen ab und sucht nach Spuren am Tatort.
Vize-polizeichef mahnt: „durchbewaffnung beunruhigt“
Thorsten Schleheider, Vize-Vorsitzender der Berliner Gewerkschaft der Polizei, äußerte sich besorgt: „Es gehört mittlerweile zum Hauptstadtalltag, dass auf unseren Straßen scharf geschossen wird. Die Durchbewaffnung beunruhigt uns zutiefst. Schusswaffen sind in den Händen von Straßendealern präsent, das ist eine gefährliche Entwicklung.“
Die Ermittlungen laufen weiter. Die Polizei bittet um Hinweise.
