Schweden setzt jagd auf russische schattenflotte fort: zweites schiff geentert

Trelleborg (Schweden) – Schweden intensiviert seine Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte. Ein weiterer Tanker, der verdächtigt wird, russisches Öl unter falscher Flagge durch die Ostsee zu transportieren, wurde vor der Küste von Trelleborg geentert. Der russische Kapitän des Schiffes „Sea Owl I“ wurde festgenommen.

Schwedische behörden stoppen tanker unter komorischer flagge

Schwedische behörden stoppen tanker unter komorischer flagge

Die schwedische Staatsanwaltschaft leitete bereits am 6. März Ermittlungen wegen Verdachts auf Urkundenfälschung, schwerer Straftaten und Verstoßes gegen das Seerecht gegen das Schiff ein. Die Durchsuchung des Tankers wurde fortgesetzt, und Besatzungsmitglieder wurden befragt. Der Kapitän soll am Wochenende erneut vernommen werden.

Das Schiff, das unter der Flagge der Komoren fuhr, hatte in der Vergangenheit Ölprodukte zwischen Russland und Brasilien transportiert. Zum Zeitpunkt der Kontrolle war es auf dem Weg nach Russland. Der russische Botschafter in Stockholm versicherte der Besatzung konsularische Unterstützung.

Diese Aktion ist nicht die erste ihrer Art. Bereits am 6. März hatte die schwedische Küstenwache ein anderes Schiff, die „Caffa“, gestoppt, das ebenfalls verdächtigt wurde, unter falscher Flagge nach St. Petersburg zu fahren. Die „Caffa“ wurde nach Sicherheitsmängeln stillgelegt und der Kapitän in Untersuchungshaft genommen.

Die sogenannte Schattenflotte umfasst Tanker und Frachtschiffe, die trotz Sanktionen eingesetzt werden, um russische Güter, insbesondere Öl, durch die Gewässer anderer Länder zu transportieren. Oft handelt es sich um ältere, schlecht gewartete Schiffe.

Die Festnahme des Kapitäns der „Sea Owl I“ unterstreicht den zunehmenden Druck auf Russland, seine wirtschaftlichen Interessen trotz internationaler Sanktionen zu verfolgen. Die schwedische Behörde kündigte an, die Ermittlungen ausgiebig fortzusetzen.