Sexuell übertragbare krankheiten: offene gespräche über hpv und chlamydien
Sexuelle Gesundheit ist ein sensibles Thema – doch Tabus können Leben kosten. In der aktuellen Folge von „Mein Leben und ich“ diskutieren Farina Kirmse, Dr. med. Schellberg, Katharina Render und Laura Krimmer offen über HPV, Chlamydien und andere sexuell übertragbare Krankheiten (STIs). Die Diskussion nimmt eine schonungslose Richtung.

Offen über scham und wissen
Die Expertinnen und die Moderatorin beleuchten, wie Scham oft der größte Schutzfaktor gegen präventive Maßnahmen wie Tests und Impfungen ist. Viele Menschen scheuen sich, über ihre sexuelle Vergangenheit zu sprechen, was das Risiko erhöht.
Die Diskussionsteilnehmerinnen teilen persönliche Erfahrungen und erklären medizinische Fakten. So wird deutlich, wie wichtig regelmäßige Untersuchungen sind, auch wenn Symptome fehlen. Die Zahlen sind alarmierend: Laut dem Robert Koch-Institut sind jährlich über 1,6 Millionen neue STI-Infektionen in Deutschland zu verzeichnen.
Besonders besorgniserregend ist die hohe Prävalenz von HPV-Infektionen, die nicht nur zu Genitalwarzen, sondern auch zu verschiedenen Krebsarten führen können. Impfungen sind hier eine wirksame Präventionsmöglichkeit, doch die Durchimpfungsquote ist noch nicht hoch genug.
Die Expertinnen betonen, dass offene Kommunikation mit Partnern und Ärzten der Schlüssel zur eigenen Gesundheit ist. Tests sind weit verbreitet und leicht zugänglich – und ein wichtiger Schritt, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Die BILD berichtete am 10. Oktober 2025 über diese wichtige Diskussion. Die Veranstaltung unterstreicht, dass wir uns als Gesellschaft noch lange nicht mit dem Thema sexuelle Gesundheit auseinandergesetzt haben. Die Konsequenzen sind gravierend.
