Skandal in der türkischen armenküche: pferdefleisch auf dem teller

In Mersin, Südtürkei, hat ein Armenviertler in einer städtischen Suppenküche überraschend einen Fremdkörper im Kavarma entdeckt. Es war ein Peilsender, der ursprünglich in das Pferd Smart Latch eingesetzt worden war.

Ex-rennpferd als rindfleisch verkleidet

Ex-rennpferd als rindfleisch verkleidet

Smart Latch galt als Hoffnungsträger des Gestüts. In 13 Rennen galoppierte die Stute zu drei Siegen und erreichte umgerechnet etwa 23.000 Euro Preisgeld. Ein Knochenbruch beendete 2025 die Karriere des Rennpferds. Nach der Verheilung der Fraktur sollte die Stute einem Kinder-Reitverein geschenkt werden.

Stattdessen endete das Schicksal von Smart Latch in einer Armenküche. Der ehemalige Besitzer Suat Topcu hatte das Tier nach seinem Karriereende zur Zucht vorgesehen, jedoch erwies sich die Stute als unfruchtbar. Er schenkte Smart Latch daraufhin einem Reitverein in Osmaniye, damit Kinder darauf reiten lernen könnten.

Der beauftragte Pferdetransport fuhr jedoch offenbar zum illegalen Schlachter, wo die Überreste von Smart Latch als Rindfleisch vermarktet wurden. Der Schwindel wurde aufgedeckt, als der Mann, der das vermeintliche Rindfleisch aß, auf den Peilsender beißt.

Die Stadtverwaltung von Mersin hat angekündigt, die Ereignisse vollumfänglich aufzuklären und zu ermitteln, wie das Pferdefleisch in die Armenküche gelangte.