Spahn beichtet: kein twitter auf dem smartphone

Jens Spahn, Mann der klaren Ansagen und unkonventioneller Aussagen, hat ein Geständnis abgelegt, das in der digitalen Welt für Aufsehen sorgt: Er nutzt kein Twitter auf seinem Handy. Eine Enthüllung, die von Tanja May, BILD-Showchefin, im Rahmen eines Gesprächs mit dem CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden zu Tage kam.

Die digitale distanz des politikers

Die digitale distanz des politikers

Die Offenbarung, dass einer der prägendsten Figuren der deutschen Politik auf das populärste Mikroblogging-Netzwerk verzichtet, wirft Fragen auf. Während seine politischen Gegner und viele seiner Kollegen in der digitalen Arena aktiv sind, scheint Spahn eine bewusste Distanz zu wählen. Es ist ein Signal, das im Zeitalter der ständigen Online-Präsenz und der sofortigen Kommunikation ungewöhnlich wirkt. Die Frage ist nicht, ob es eine bewusste Strategie ist, sondern wie diese Entscheidung seine Wahrnehmung und Reichweite beeinflusst.

Die Aussage erfolgte im Rahmen einer exklusiven Unterredung, deren Details BILD nun exklusiv veröffentlicht. May, bekannt für ihre pointierten Fragen und ihren unkonventionellen Stil, brachte Spahn mit der Frage nach seinen digitalen Gewohnheiten ins Schwitzen. Seine Antwort war überraschend ehrlich und offenbarte einen Einblick in das Privatleben eines Politikers, der sich sonst in politischen Floskeln verliert. Es ist ein Detail, das zeigt, dass auch in den höchsten politischen Kreisen Menschen mit ganz normalen Bedürfnissen und Vorlieben existieren.

Man mag darüber staunen, aber das Fehlen eines Twitter-Accounts auf seinem Smartphone könnte gerade Spahns Stärke sein. Er wird nicht von der Notwendigkeit der ständigen Selbstinszenierung und der Jagd nach Likes und Retweets gefangen gehalten. Er kann sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: die Politik selbst, die Arbeit für seine Wähler und die Gestaltung des Landes. Eine Freiheit, die vielen Politikern heute fehlt. Die Zahl der Follower ist irrelevant, wenn die Inhalte keine Substanz haben.