Spargel-alarm: so sparen sie jetzt beim weißen gold!
Die Frühlingssonne lockt, die ersten Grillabende stehen bevor – und der Spargel ist da. Doch die Preise für das beliebte Gemüse lassen dieses Jahr erneut die Augen rollen. Während die Nachfrage steigt, verteuern Krieg und Erntebedingungen das „grüne Gold“ zunehmend. Aber keine Panik: Mit ein paar cleveren Tricks können Sie den Spargelgenuss trotzdem erschwinglich halten.
Die preisspirale: was steckt hinter der teuerung?
Der Johannistag, traditioneller Beginn der Spargelsaison am 24. Juni, markiert einen Wendepunkt. Wer jetzt zuschlägt, zahlt noch zwischen 15 und 18 Euro pro Kilo. Doch diese Zeiten sind gezählt. Bereits nach wenigen Wochen purzeln die Preise auf 10 bis 12 Euro – ein Lichtblick für den Spargelliebhaber. Aber die Inflationsspirale, befeuert durch den Krieg in der Ukraine, lässt auch in diesem Jahr die Preise steigen. Die Ernte in Süddeutschland hat begonnen, und die Landwirte klagen über steigende Energiekosten und Düngemittelpreise. Das wirkt sich unmittelbar auf den Preis aus.
Ein Detail, das oft übersehen wird: Die Anbauweise macht einen entscheidenden Unterschied. Der weiße Spargel, der als Delikatesse für den Adel galt, erfordert einen aufwendigen Anbau unter Folie. Diese Schutzmaßnahmen sind teuer und treiben den Preis in die Höhe. Grüner Spargel hingegen, der an die Sonne wächst, ist deutlich günstiger.

Selbst stechen: das ultimative spargel-spar-erlebnis
Wer das ultimative Spar-Erlebnis sucht und gleichzeitig einen Einblick in die harte Arbeit der Landwirte gewinnen möchte, kann bei einigen Höfen selbst das Spargelstechen probieren. Ausgestattet mit Messer, Korb und Handschuhen tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Feldforschung. Für lediglich 5,55 Euro pro Kilo können Sie Ihr eigenes Gemüse ernten. Aber Vorsicht: Die körperliche Anstrengung ist nicht zu unterschätzen. Nach einer Stunde im Feld schätzen Sie den Komfort des Supermarktkaufs wahrscheinlich neu ein.
Die Wahl der Güteklasse entscheidet ebenfalls über den Preis. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zum Premium-Spargel, der bis zu 17,95 Euro pro Kilo kostet. Wer jedoch auf der Suche nach einem Schnäppchen ist, kann Bruchware für ab 8,95 Euro pro Kilo ergattern – ideal für Suppen und andere Gerichte, bei denen das Aussehen keine Rolle spielt.

Weiß oder grün? ein geschmacksduell
Die Frage, ob weißer oder grüner Spargel bevorzugt wird, spaltet die Gemüsesammler. In Deutschland liegt der weiße Spargel klar vorne, er besticht durch sein feines, mildes Aroma. Grüner Spargel hingegen schmeckt kräftiger, wie Spargelbauer Jürgen Jakobs treffend bemerkt: „eher ein bisschen nach Brokkoli“. Und ein weiterer Vorteil: Er lässt sich einfacher zubereiten, da weniger Schälarbeit anfällt.
Die Farbe ist letztlich eine Folge der Anbauweise. Während der weiße Spargel unter der Erde wächst und so vor der Sonneneinstrahlung geschützt wird, bildet der grüne Spargel über der Erde Chlorophyll. Diese natürliche Reaktion führt zur Verfärbung.
Die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielfältig: ob klassisch mit Schnitzel, mit Fisch oder Rührei – der Spargel ist ein vielseitiger Begleiter auf dem Teller. Und wer das Schälen scheut, kann viele Hofläden nutzen, die das Gemüse direkt vor Ort schälen.
Die Zahl spricht für sich: Ein Kilo Spargel besteht zwar hauptsächlich aus Wasser, liefert aber zahlreiche Nährstoffe bei gleichzeitig geringem Kalorien- und Fettgehalt. Die Spargelsaison 2026 könnte, so die Prognosen, erneut zu Preisanstiegen führen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Lage entwickelt und welche Auswirkungen dies auf den Preis des weißen Goldes haben wird. Fest steht: Wer jetzt clever kauft, sichert sich den Spargelgenuss zu einem noch annehmbaren Preis.
