Timmy der buckelwal: ein politischer skandal?

Seit mehr als drei Wochen kämpft Buckelwal Timmy vor der Insel Poel um sein Leben. Immer an seiner Seite: Till Backhaus, Umwelt- und Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern. Auffällig rar macht sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Warum erklärt sie die Timmy-Rettung nicht zur Chefinnen-Sache? Schließlich steht im September die wichtige Landtagswahl an.

Die wal-rettung als wahlkampf-strategie

Die wal-rettung als wahlkampf-strategie

Die Menschen vor Ort hätten ganz andere Probleme: Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen und die gestiegenen Kosten beim Tanken oder Einkaufen. Schwesig kümmert sich lieber um Benzinpreise, so berichtet ein Regierungsinsider. Sie fordert öffentlichkeitswirksam von der Bundesregierung Maßnahmen gegen die hohen Spritpreise. Aber beim Wal schweigt sie, denn die Rettungsaktionen spalten die Wähler.

Die Ministerpräsidentin soll geradezu froh über den Timmy-Tatendrang ihres Ministers sein. So hält Backhaus ihr den Rücken frei für einen brettharten Wahlkampf. Hauptgegner: die AfD. In Umfragen liegt die Rechtsaußen-Partei zwischen 34 und 37 Prozent, die SPD gerade mal bei 23 bis 26 Prozent.