Trump dreht um: bombenangst im iran verfliegt – für zwei wochen?

Washington/Teheran – Die Welt atmete auf, als Donald Trump in allerletzter Sekunde einen Schritt zurück machte. Nur noch 90 Minuten, bevor ein Ultimatum an Teheran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus für die Öltransporte ablaufen sollte, wurden geplante Luftangriffe auf den Iran abgesagt. Ein dramatischer Umschwung, der die Welt in Atem hielt und Zivilisten im Iran in Schutzmaßnahmen trieb.

Ein ultimatum, das die welt an den rand des abgrunds brachte

Ein ultimatum, das die welt an den rand des abgrunds brachte

Noch am Vortag hatte Trump mit unmissverständlichen Drohungen die Nerven blank gelegt. Er sprach von der „Hölle“, die über den Iran hereinbrechen werde, bezeichnete das Mullah-Regime als „verrückte Bastarde“ und kündigte an, ganze Städte „in die Steinzeit“ zurückversetzen zu wollen. Kraftwerke und Brücken sollten dabei als erste Ziele dienen. Die Eskalation schien unaufhaltsam, die Gefahr eines regionalen Krieges allgegenwärtig.

Doch dann die überraschende Kehrtwende: Auf seiner Plattform „Truth Social“ verkündete Trump, er sei nach Fortschritten bei den Verhandlungen bereit, einem beiderseitigen Waffenstillstand zuzustimmen. Im Gegenzug soll Teheran die Öltransporte durch die Straße von Hormus wieder freigeben. Ein brüchiger Deal, der unter Vermittlung Pakistans zustande kam.

Die Zahl, die die Absurdität der Lage verdeutlicht: „Theoretisch ist das in vier Stunden möglich“, so der BILD-Zeitung unter Berufung auf Experten, wenn es um die Zerstörung kritischer Infrastruktur im Iran geht. Ein erschreckender Gedanke, der die Dringlichkeit einer diplomatischen Lösung unterstreicht.

Die iranische Seite konterte mit einer ebenso dramatischen Reaktion. Die Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahesteht, verkündete einen „unbestreitbaren, historischen Sieg“ über den „feigen, illegalen und verbrecherischen Krieg“ der USA. Eine Wahrnehmung, die die Komplexität der Situation verdeutlicht und die Chancen auf eine dauerhafte Lösung schmälert.

Experten rechnen nun mit kurzfristiger Entspannung auf den Ölmärkten und steigenden Kursen an den Börsen, sollten die Vereinbarung tatsächlich halten. Aber: Alles hängt davon ab, ob Teheran die Straße von Hormus tatsächlich öffnet und ob die 14-tägige Frist für weitere Verhandlungen genutzt werden kann. Die Details, wie so oft, bergen das größte Konfliktpotenzial.