Trump-einfluss auf die fifa: sport in der krise?
Washington/Berlin – Die Anschuldigungen ranken sich um einen mutmaßlichen Druck von Donald Trump auf die FIFA. Die politische Elite in Deutschland reagiert empört. Ist das Ende des Sports, wie BILD erfragt?
Schwere vorwürfe und politische alarmglocken
Die Vorwürfe sind gravierend: Präsident Trump soll versucht haben, die Entscheidungen der FIFA zu beeinflussen. Diese Entwicklung löst in Deutschland eine Welle der Empörung aus, denn die Sorge vor einem Zusammenbruch des Sports ist groß. Die Frage, ob die Politik den Sport zerstört, wird nun offen diskutiert.

Die politische rolle – klar definiert?
Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) betont unmissverständlich: „Schiedsrichterentscheidungen liegen in der Hand des Sports.“ Innenminister Herbert Reul (CDU) schießt nach: „Sport ist keine Außenstelle der Politik. Wer hier meinte, mitzureden, zerstört den Sport.“ Es ist ein klares Bekenntnis zur Trennung von Politik und Sport, das von vielen Politikern bekräftigt wird.

Warnungen aus allen fraktionen
Auch aus der Opposition gibt es klare Kritik. Bettina Lugk (SPD) warnt vor einem Vertrauensverlust der Fans, sollte die Einmischung von außen sich bestätigen. Tina Winklmann (Grüne) spricht von einem „handfesten Skandal“. Christian Görke (Linke) fordert eine deutliche Positionierung des DFB, um die Fifa nicht unter Druck zu setzen. Selbst Stephan Mayer (CSU) sieht darin einen „gefährlichen Präzedenzfall“, der die Unabhängigkeit des Sports nachhaltig gefährden könnte.

Infantino unter druck – und müller schießt die rote karte
Fifa-Präsident Infantino befindet sich nun selbst in der Kritik. Sepp Müller, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, beschreibt Trumps Verhalten als „Verlust jedes Maßes“. Infantino soll sich nicht dem Druck ausgesetzt haben und die Integrität des Fußballs verteidigen. Die Forderung nach Konsequenzen für den Klubpräsidenten und die Fifa-Spitze ist laut Müller lauter denn je.

Die folgen sind bereits spürbar
Die Debatte um den möglichen Trump-Einfluss auf die FIFA ist längst nicht mehr auf dem Spielfeld zu halten. Es ist ein politischer Skandal von globaler Tragweite, der das Vertrauen in den Sport in Frage stellt. Die Fifa muss sich nun entscheiden: Geht sie dem Druck aus dem Weißen Haus nach, oder verteidigt sie ihre Unabhängigkeit? Die Antwort wird weitreichende Konsequenzen haben.
