Urlaubsparadox: italienische ferien werden teuer – und die regeln strenger
Ein Urlaub in Italien kann zur finanziellen Belastung werden. Wer sich nicht an die lokalen Vorschriften hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Von Jesolo bis Venedig – die Liste der Regeln, die Touristen beachten müssen, ist lang und oft überraschend.
Teure verweise: die kosten für urlaub in italien steigen
Es sind nicht nur Pizza und Hotels, die den Urlaubspreis in Italien in die Höhe treiben. Wer sich nicht an die oft skurrilen lokalen Regeln hält, riskiert Bußgelder in Höhe von mehreren hundert Euro – oder sogar deutlich mehr. Die italienischen Behörden schärfen die Kontrollen, um die Sicherheit und Ordnung in den beliebten Urlaubsregionen zu gewährleisten.
In Jesolo drohen beispielsweise Bußgelder von bis zu 7.000 Euro für den Kauf von Waren von Strandhändlern. Diese Produkte sind oft gefälscht, und der Kauf solcher Ware wird als Ordnungswidrigkeit geahndet – selbst wenn es sich nur um eine Sonnenbrille handelt. Auch Sandburgen sind nicht überall erlaubt. Am Strand von Eraclea bei Venedig ist das Buddeln verboten, wenn es den Zugang zum Meer einschränkt oder den Strand verändert. Die Strafe hierfür kann bis zu 1.000 Euro betragen.
Venedig greift durch: fahrradfahren und badehosen haben konsequenzen
Venedig setzt besonders strenge Regeln durch, um die Menschenmassen in der Altstadt zu reduzieren. Fahrradfahren ist verboten, und auch das Schieben von Fahrrädern in bestimmten Gassen ist untersagt. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Strafe von 100 Euro rechnen. Wer auf den Stufen der Spanischen Treppe in Rom sitzt, riskiert bis zu 400 Euro. Auch das Tragen von Badehose oder Bikini in der Stadt kostet etwa 250 Euro. Diese Kleidung gehört an den Strand, nicht in die Gassen.
In der Cinque Terre ist Wandern mit Flipflops verboten. Die Wege sind steil und rutschig, und festes Schuhwerk ist Pflicht. Auf Capri sind seit 1960 Holzclogs verboten, um die Nachtruhe zu schützen. Ob diese Regel noch durchgesetzt wird, ist fraglich, doch sie besteht weiterhin. Das Trinken von Glasflaschen am Strand ist ebenfalls verboten und kann bis zu 500 Euro kosten, da zerbrochenes Glas eine Gefahr darstellt.
Weitere kuriose regeln für reisende
Auch beim Parken gibt es Fallen. Die Parkscheibe muss exakt auf die Ankunftszeit eingestellt werden – anders als in Deutschland, wo man auf die nächste halbe Stunde aufrundet. Verstöße können 168 Euro kosten. Auf der Insel Ponza müssen Hundebesitzer den Urin ihrer Vierbeiner mit einer Wasserflasche wegspülen, sonst drohen bis zu 500 Euro. Am Strand La Pelosa auf Sardinien ist das Ablegen von Badetüchern direkt auf dem Sand verboten; eine spezielle Matte ist erforderlich, um die Sandverschmutzung zu reduzieren. In Portofino dürfen Touristen nicht an Hotspots stehenbleiben. Die engen Gassen sind im Sommer so überfüllt, dass das Verweilen an bestimmten Stellen verboten ist. Wer sich widersetzt, zahlt bis zu 275 Euro.
Die italienischen Behörden setzen die Regeln konsequent durch. Wer sich nicht an die Vorschriften hält, muss mit hohen Strafen rechnen. Der Urlaub in Italien kann teuer werden – und nicht nur wegen der Ausgaben vor Ort.
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