Usa lockt terroristen-führer mit kopfgeld – chamenei im visier

Washington setzt den Druck auf das iranische Regime spürbar hoch. Das US-Außenministerium hat eine Belohnung von bis zu 10 Millionen Dollar für Informationen ausgesetzt, die zur Festnahme von Ober-Mullah Ali Chamenei und hochrangigen Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) führen. Diese Maßnahme erfolgt wenige Tage, nachdem Chamenei zum neuen Obersten Führer des Iran ernannt wurde.

Die jagd auf die machtzentrale

Die jagd auf die machtzentrale

Unter dem Namen „Rewards for Justice“ veröffentlichte das US-Ministerium auf X (ehemals Twitter) einen Aufruf an potenzielle Informanten. Wer Informationen über die Terroristenführer liefert, soll nicht nur finanziell belohnt werden, sondern auch Schutz im Ausland erhalten – vermutlich in den USA. Die Summe von 10 Millionen Dollar ist ein deutliches Zeichen der Entschlossenheit der USA, die iranische Führung zur Rechenschaft zu ziehen.

Auf der Liste der gesuchten Personen stehen neben Chamenei auch Ali Asghar Hejazi, Vize-Stabschef im Büro des Obersten Führers, der Militärberater Yahya Rahim Safavi, der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Ali Laridschani und der Minister für Nachrichtendienste und Sicherheit Esmail Khatib.

Die USA betrachten die IRGC seit 2019 als Terrororganisation und argumentieren, dass die Bereitstellung von Unterstützung oder Ressourcen für die Organisation strafbar sei. Die Revolutionsgarden sollen weltweit Terroranschläge planen und ausführen. Die Belohnung und das Schutzprogramm zielen darauf ab, die Netzwerke der Mullahs zu unterbrechen und ihre Aktivitäten zu behindern.

Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die politische Lage im Iran weiter zuspitzt. Die Ernennung von Chamenei als neuer Oberster Führer hat bereits zu Protesten und Unsicherheit geführt. Die US-Initiative könnte die Spannungen weiter verschärfen und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zusätzlich belasten.

Die USA sind bereit, hohe Summen zu zahlen, um die Führung des Iran zu entmachten. Die Frage ist, ob diese Strategie erfolgreich sein wird – oder ob sie lediglich die Gewaltspirale weiter anheizt. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge.