Vergewaltigungsvorwurf gegen marius borg høiby: prozess in oslo setzt sich – richter fit

Oslo – Die Anklage gegen Marius Borg Høiby, den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, setzt sich nach einer kurzfristigen Unterbrechung aufgrund der Erkrankung des Vorsitzenden Richters heute im Strafprozess fort. Der 29-Jährige wird beschuldigt, in vier Fällen Vergewaltigung begangen zu haben.

Prozess in oslo: staatsanwaltschaft fordert bis zu 16 jahre haft

Prozess in oslo: staatsanwaltschaft fordert bis zu 16 jahre haft

Der 27. Prozesstag ist angesetzt, nachdem der Richter Jon Sverdrup Efjestad am Dienstag ausfiel. Staatsanwalt Sturla Henriksbø zeichnete am Montag ein düsteres Bild der Vorwürfe. Er sprach von einem Mann, der sich nimmt, was er will, ohne Rücksicht auf die Zustimmung der Frauen.

Høiby hatte sich bereits zu sechs Punkten im Prozess schuldig bekannt, sieben Mal plädierte er auf nicht schuldig und vier Mal auf teilweise Schuld. In zwei Fällen waren seine Aussagen unklar. Die Staatsanwaltschaft wird heute ihre Forderung bekannt geben – bis zu 16 Jahre Haft drohen dem Sohn der norwegischen Kronprinzessin.

Die kurzzeitige Absage des Prozesses aufgrund der Krankheit des Richters wirft Fragen nach dem Zeitplan auf. Gerichtssprecher betonen jedoch, dass das Ziel weiterhin die Abschluss des Hauptverhandlungsrunden am Donnerstag ist. Die Verteidigung sollte eigentlich ebenfalls heute mit ihrem Schlussplädoyer beginnen.

Die Anklage umfasst insgesamt 38 Punkte. Nicht nur die Schwere der Vorwürfe, sondern auch der öffentliche Interesse an dem Fall machen ihn zu einem der vielbeachteten Verfahren Norwegens. Die Frage ist, wie die Gerichte die Beweislage bewerten und welche Konsequenzen dies für Marius Borg Høiby haben wird.

BILD ist vor Ort in Oslo und berichtet weiter.