Von trauer zu liebe - bestatter dennis und yvonne keilack
Abschied von einem Vater und der Begegnung mit dem Bestatter, der ihr Herz eroberte.

Zwei leben, die sich kreuzten in einer dunklen stunde
Es war der 2. April 2014, als Yvonne Keilack den Bestatter Dennis von der Fecht zum ersten Mal sah. In jener Nacht, als ihre Mutter Renate ihr mit zögernder Stimme mitteilte, ihr Vater Wilfried Keilack verstorben zu sein, stand Dennis an der Tür, um den Verstorbenen abzuholen. Yvonne war neunzehn Jahre alt und gerade aus dem Sozialpädagogik-Studium ausgezogen, um bei ihrer Familie zu bleiben.
Die Begegnung mit Dennis war nicht geplant, aber sie war entscheidend. Dennis, damals 20 Jahre alt und bereits Bestattermeister, kümmerte sich um die Überführung von Wilfried Keilack und besprach die Trauerfeier mit der Familie. Yvonne fühlte sich von seinem Umgang und seiner Art angezogen, aber auch geschockt, dass ein Bestatter an einem solchen Tag in ihr Leben trat.
Im Anschluss an die Beerdigung schickte Yvonne Dennis eine Freundschaftsanfrage auf Facebook, die zu langen Gesprächen und Treffen führte. Nach nur sechs Wochen ihres Vaters Todes standen sie zum ersten Mal küssend zueinander.
Sie heirateten 2018 in einer kirchlichen Trauung, bei der sie eine Kerze für Wilfried Keilack anzündeten. Inzwischen haben sie zwei gemeinsame Kinder und einen Pflegesohn. Ihre Mutter Renate wohnt in der Nähe und ist oft bei den Enkeln zu Gast. Wenn sie die Kinder lachen hört und Yvonne und Dennis zusammen sieht, sagt sie leise:
