Wal-drama in wismar: timmy kämpft ums überleben – der pegel sinkt
Wismar – Die Lage für den Buckelwal Timmy spitzt sich zu. Der geschwächte Cetus droht in der Wismarer Bucht unterzugehen, während der Wasserstand sinkt. Experten warnen vor einer weiteren Verschlechterung des Zustands des Tieres.

Wal timmy in lebensgefahr: niedrigwasser bedroht überlebenschancen
Der 15 Meter lange
Wal liegt seit Tagen in Küstennähe vor Wismar und ist von Möwen angefressen. Prof. Dr. Burkard Baschek vom Deutschen Meeresmuseum schätzt, dass sich der Gesundheitszustand des Wals seit Samstag deutlich verschlechtert hat. „Das Tier unternimmt keine eigenen Versuche, sich freizuschwimmen“, so Baschek. Die Prognose ist düster: Bis Montagnacht wird der Wasserstand in der Wismarer Bucht voraussichtlich auf etwa 40 Zentimeter sinken.Die Situation ist komplex. Baschek betont, dass es sich nicht um eine klassische Strandung handelt, sondern um ein Aufsetzen des Wals. Doch selbst wenn Timmy sich aus eigener Kraft befreien sollte, droht ihm kurz darauf ein erneutes Aufsetzen. Jede Rettungsaktion wäre in dieser Phase mit erheblichen Risiken verbunden.
Greenpeace und Sea Shepherd beobachten die Situation. Greenpeace-Sprecherin Daniela von Schaper betont, dass sie dem geschwächten Tier keinen weiteren Stress zufügen wollen. „Wir wollen das Tier retten, aber nur, wenn es die Kraft dafür hat.“ Die Umweltschützer verzichten bei einem möglichen Rettungsversuch auf schwere Geräte, um dem Wal nicht zusätzlich zu schaden.
Die Rufe des Wals werden zunehmend schwächer, ein furchtbares Heulen, wie BILD-Reporter vor Ort berichten. Die Zeit drängt, und jede Verzögerung könnte für Timmy tödlich sein. Die Beobachtung des Tieres und die Vorbereitung einer möglichen Rettungsaktion sind die einzigen Optionen.
Die Prognose für die nächste Nacht ist kritisch, aber nicht hoffnungslos. Die Hoffnung ruht auf einer schnellen Steigerung des Wasserstandes. Doch die Natur hat hier die Oberhand.
