Weck im rampenlicht: star der nachwuchs-helden erlebt emotionales abendessen

Bad Ischl – Der österreichische Filmveteran Peter Weck, eine Ikone des deutschen Fernsehens und eine prägende Figur des deutschen Kinos, erlebte gestern Abend eine ungewöhnliche Begegnung. Vor dem Hintergrund seines einjährigen Jubiläums beim ‘Grand Elisabeth’ Hotel in Bad Ischl hatte man ihm ein Private Diner ermöglicht – und der 95-Jährige offenbarte viel mehr als nur Anekdoten.

Ein abend mit einem nationalheiligtum

Die Atmosphäre war von einer spürbaren Ehrfurcht geprägt. Weck, seit einem Schlaganfall auf Rollstuhl angewiesen, wurde mit einem Lächeln in den Saal gelenkt. Sein Händedruck war warm, die Augen leuchteten, und er schien von einer stillen Freude erfüllt. Die Anwesenden, darunter seine Partnerin Joanna Rzepa und diverse Mitglieder der Habsburg-Lothringen-Familie, erkannten ihn augenblicklich – Peter Weck, der Lieblings-Papi einer ganzen Nation, der Gesicht des ‚Sissi‘-Bohemiens.

“Grüße Sie,” sagte Weck, seine Stimme etwas gedämpft, aber mit einer deutlichen Würde. Schon bald begann ein intensives Gespräch, das von Erinnerungen an seine Filmkarriere, seine Zeit als Intendant und seine turbulenten Privatleben durchzogen war. Dabei offenbarte er, dass ihm Joanna Rzepa in den letzten Jahren wieder Freude am Leben geschenkt habe, nach dem Verlust seiner Frau Ingrid.

„Sonst wär’ ich nicht mehr da“

„Sonst wär’ ich nicht mehr da“

Die Anekdoten flossen, oft mit einem Augenzwinkern. Weck erzählte von einem unvergesslichen Abendessen mit Peter Alexander, bei dem ein Streit über Chablis zu einer urkomischen Auseinandersetzung führte – und Weck sich dankend der französischen Rebe zurückschuldete. Er sprach über die Begeisterung der Mädchen in China, die ihn 2008 nach einem Dreh in „Sissi“ überschütteten, und über seine Leidenschaft für die Jagd, die ihm in den Kärntner Bergen eine willkommene Abwechslung vom glitzernden Scheinwerferlicht bot.

“Ich hatte einen kleinen Jaguar, aber ich ließ mich lieber fahren,” gestand er mit einem Augenzwinkern, während Joanna Rzepa ihm zur Seite stand. Der einst so strahlende Star war nun von der Zeit gezeichnet, doch sein Geist blieb hell und seine Erinnerungen lebendig. Die Fünf-Gänge-Menü wurde mit einem zusätzlichen Champagner gekrönt – ein Zeichen der Wertschätzung für diesen unvergesslichen Abend.

Ein abschied in sicht?

Ein abschied in sicht?

Als sich Weck und Rzepa spät in der Nacht verabschiedeten, schwingte ein Hauch von Melancholie mit. “Ich weiß, dass mein Abschied bevorsteht,” räumte er ein, “mit dieser Endgültigkeit des Lebens mag ich mich noch nicht abfinden.” Doch er schien entschlossen, die letzten Monate in vollen Zügen zu genießen – mit Wein, Musik und den Gesellschaft seiner geliebten Joanna. Ein Leben voller Geschichten, ein Leben voller Leidenschaft – das ist das Erbe von Peter Weck.