Weihrauch kehrt zurück: schwindelattacke stoppte jena-motor

Patrick Weihrauch, das kreative Herz im Mittelfeld des FC Carl Zeiss Jena, stand vor kurzem am Rande des Abgrunds. Nicht durch einen Gegenspieler, sondern durch eine unerklärliche Schwindelattacke, die ihn für Wochen aus dem Spiel nahm. Nun ist er zurück – und seine Rückkehr könnte genau der Impuls sein, den Jena im Kampf um die Wacker Meuselwitz-Relegationsplätze benötigt.

Ein unerwarteter rückschlag

Die letzten Wochen waren für den 32-jährigen Mittelfeldspieler alles andere als einfach. Nach starken Leistungen in der bisherigen Saison saß er plötzlich auf der Bank, verpasste sogar das Pokalderby gegen Rot-Weiß Erfurt. Die Ursache: Ein plötzlich aufgetretener Schwindel, begleitet von Übelkeit. „Im Training wurde mir plötzlich schwindelig, ich musste mich übergeben“, erklärt Weihrauch in einem Gespräch mit BILD.

Die Diagnose war überraschend: Lagerungsschwindel. Winzige Kristalle im Innenohr hatten sich gelöst und sein Gleichgewichtssinn durcheinandergebracht. „So etwas muss man abklären. Zum Glück war es dann etwas Harmloses“, so Weihrauch erleichtert. Doch die Ursache für die ungewöhnliche Erkrankung blieb im Dunkeln – weder ein Zweikampf, noch ein Kopfballduell waren dafür verantwortlich. Es könnte auch eine Überlastung im Training gewesen sein.

Die verpassten Spiele und die Unsicherheit um seine Gesundheit nagten an Weihrauch. Doch der erfahrene Mittelfeldspieler zeigte Charakter und nutzte die Zeit zur Regeneration. Jetzt scheint er wieder bereit zu sein, die Fäden im Jenaer Spiel zu ziehen. Seine Präsenz in der Startelf am Ostersamstag gegen den FSV Luckenwalde, bei dem er maßgeblich zum 1:0-Sieg beitrug, war ein deutliches Zeichen.

Ein blick auf die tabelle und die zukunft

Ein blick auf die tabelle und die zukunft

Die Tabelle lügt nicht, aber sie erzählt auch nicht die ganze Geschichte. Der Rückstand auf Spitzenreiter Lok Leipzig mag beträchtlich sein – zehn Punkte sind eine erhebliche Hürde. Weihrauch selbst gibt sich realistisch: „Es bringt uns auch nichts, jetzt ständig auf die Tabelle oder andere Gegner zu schauen. Wir müssen unsere Spiele gewinnen.“

Am kommenden Mittwoch empfängt Jena den FSV Zwickau zum Nachholspiel. Ein weiteres Spiel in einer anstrengenden Phase mit vier Partien innerhalb von zehn Tagen. „Man hat gegen Luckenwalde am Ende schon gemerkt, dass die Power gefehlt hat“, räumt Weihrauch ein. Die Regeneration wird entscheidend sein. Doch mit Weihrauch im Mittelfeld hat der FCC wieder einen klaren Anführer und eine zusätzliche Qualität, die das Team dringend benötigt.

Die Rückkehr von Patrick Weihrauch ist mehr als nur die Rückkehr eines Spielers. Sie ist ein Signal an die Fans, ein Zeichen der Hoffnung und der Entschlossenheit, den Kampf um die Relegationsplätze bis zum Schluss zu verfolgen.