Whatsapp: nutzername statt nummern – ein hoffnungsvoller neustart?

Die Invasion der Nachrichten über WhatsApp ist längst keine Neuigkeit mehr. Kaum ein erstes Kennenlernen verläuft ohne den sofortigen Vorschlag: ‘Schreib mir doch mal WhatsApp?’ Doch das Gefühl, sich bei unbekannten Personen Daten zu überlassen, bleibt oft unangenehm. Jetzt könnte WhatsApp die Situation mit einem cleveren Update entschärfen.

Die zeichen stehen auf veränderung

Die Entwickler probieren bereits ein neues Feature aus: Nutzerkonten sollen künftig über frei wählbare Nutzernamen identifiziert werden. Damit könnte die Notwendigkeit, Telefonnummern zu divulgen, in den Alltag zurückfallen. Ein echter Hoffnungsschimmer für alle, die ihre Privatsphäre etwas mehr schätzen.

Doch Vorsicht: Für die Einrichtung und Verwaltung der Konten bleibt die Rufnummer weiterhin unerlässlich. Beta-Tester von WABetaInfo haben bereits Zugang zu dieser Funktion, und eine breitere Verfügbarkeit wird in den kommenden Monaten erwartet. Es bleibt abzuwarten, wie reibungslos die Implementierung verlaufen wird.

Risiken im neuen umfeld

Risiken im neuen umfeld

Die Einführung von Nutzernamen birgt jedoch auch neue Gefahren. Fremde könnten Profile leichter finden und Kontakt aufnehmen. WhatsApp reagiert darauf mit Sicherheitsmechanismen: Wer unerwünschte Nachrichten blockieren möchte, kann einen Code festlegen. Nur wer sowohl den Nutzernamen als auch den Code kennt, kann eine Unterhaltung starten. Eine gewisse Sorgfalt ist daher geboten.

Die Einführung erfolgt schrittweise, zunächst für eine kleine Gruppe von Nutzern. Wer die neue Funktion nutzen kann, prüft am besten in seinen Profileinstellungen nach einem Feld für den Nutzernamen. Hier gelten strenge Regeln: Der Name darf zwischen drei und 35 Zeichen lang sein und nur Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche enthalten. Namen wie Internetadressen oder solche, die mit ‘www.’ beginnen, sind ausdrücklich verboten. Die Wiederverwendung bestehender Namen aus anderen Meta-Diensten ist möglich, erfordert aber einen Nachweis über das Account Center.

Die BaFin hat bereits vor wenigen Wochen Alarm geschlagen: WhatsApp-Gruppen werden zur Brutstätte für Betrüger, die Anleger mit falschen Versprechungen locken. Dies zeigt deutlich die Notwendigkeit, wachsam zu sein – auch im Hinblick auf dieses neue Feature.