Wolfsburg: abstieg droht – spieler-flucht im visier?
Die Luft in Wolfsburg ist zum Schneiden dick. Nach der demütigenden 3:6-Pleite in Leverkusen stehen die Zeichen für den VfL Wolfsburg schlechter denn je. Während die Fans ihre Wut über die Abwehrkatastrophen und die fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters äußern, punkteten die Konkurrenten im Abstiegskampf – ein bitterböses Zeichen für die Zukunft des Klubs.

Die tabelle lügt nicht: wolfsburg rutscht tiefer
St. Pauli und Köln präsentierten sich widerstandsfähig mit einem 1:1 und einem 2:2, während Wolfsburg hilflos zusehen musste, wie der Abstand zu rettenden Ufern auf vier (St. Pauli) und schon sechs Punkte (Köln) anwuchs. Das Torverhältnis, ein weiterer entscheidender Faktor, spricht ebenfalls gegen die Wölfe. Der erste abstieg in der Vereinsgeschichte rückt bedrohlich näher.
Am Samstag empfängt der Bundesliga-Vorletzte Eintracht Frankfurt. Ein Kraftakt, der unter dem immensen Druck der Situation stattfindet. Zumindest nach außen hin versucht man, einen Hauch von Optimismus zu verbreiten. Stürmer Jonas Wind, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, äußerte sich zumindest vage zu seiner Zukunft: „Wir werden sehen, was passiert.“ Ein diplomatischer Kommentar, der jedoch kaum vor einem Abschied bewahrt.
Lo que nadie cuenta es. Wind, der einst von Niko Kovac als „einer der besten Spieler der Liga mit dem Rücken zum Tor“ bezeichnet wurde, scheint bereits die Zelte abzubrechen. Nach BILD-Informationen scheiterten frühere Wechselpläne an seinen eigenen Vorstellungen oder ausbleibenden Angeboten. Nach der Saison wird er wohl nicht mehr zu halten sein – England ruft laut.
Auch Landsmann Joakim Maehle wich dringenden Fragen zu seiner Zukunft aus und konzentrierte sich auf die kommenden Spiele. Sein Vertrag läuft noch lange, doch die Zeichen stehen auf Flucht. Die Situation erinnert an eine gesunkene Titanic, auf der die Passagiere bereits die Rettungsboote verlassen.
Neben der sportlichen Krise brodelt es auch hinter den Kulissen. Der Skandal in Dresden, der mit obszönen Pfiffen und beleidigenden Rufen der Fans überschattet wurde, sorgte für zusätzliche Unruhe. Max Kruse ließ es sich nicht nehmen, die Dresdner Anhänger scharf zu kritisieren – ein Zeichen für die zunehmende Frustration im deutschen Fußball.
Die kommenden Wochen werden für Wolfsburg zur Zerreißprobe. Kann das Team noch die Kur kriegen und den Abstieg abwenden? Oder steht der VfL vor dem Sprung in die Zweitklassigkeit – und einem massiven Aderlass an Spielern und Zuschauern?
Die Antwort wird der Rasenplatz liefern. Aber die Zeichen stehen düster.
