Wolfsburg am rande des abgrunds: trainer daniel bauer kämpft um die stimme

Die Lage beim VfL Wolfsburg spitzt sich zu. Nach dem Rücktritt von Cheftrainer Paul Simonis droht nun auch dem Designator Daniel Bauer das Aus. Fünf der letzten sechs Partien gingen verloren – selbst ein Unentschieden würde die Entlassung des 43-jährigen Trainer-Interims wahrscheinlicher machen.

Bauer gesteht verantwortung, setzt auf kampfgeist

Bauer gesteht verantwortung, setzt auf kampfgeist

„Wie die Jungs performen, dafür trage ich die Gesamtverantwortung“, räumte Bauer offen ein. Die Stimmung im Verein ist angespannt, die Mannschaft kämpft mit dem Druck. Die jüngste 0:4-Pleite gegen den VfB Stuttgart war ein Schlag ins Gesicht. Doch Bauer will nicht aufgeben. Er sieht die kommende Partie gegen den Hamburger SV als „Sechs-Punkte-Spiel“.

Er kündigte einen Wandel in der Vorbereitung an: Statt der traditionellen Trainingszeiten trainiert die Mannschaft nun bereits um 15.30 Uhr, die Spieler kommen aber bereits vier Stunden vorher zum Training. Ziel ist es, die Kräfte zu mobilisieren und die Mannschaft mental auf das Spiel vorzubereiten. „Wir wollen laufen, kratzen, beißen. Es wird ein brutal intensives Spiel“, betonte Bauer. Er sieht das Potenzial in seinen Spielern und will den Charakter der Mannschaft verteidigen.

Die Vertragsverlängerung mit dem 38-jährigen Reservisten mitten in der Krise wirft Fragen auf. Bauer selbst sieht darin eine ideale Vorbereitung, eine Chance, die Mannschaft neu zu formen und den Fokus auf die Grundtugenden des Fußballs zu legen. „Wir haben tolle Jungs und tolle Charaktere. Der Output fehlt aber. Das müssen wir ändern.“

Die Fans dürfen sich gegen den HSV auf einen Kampf auf Augenhöhe einstellen – kein Champagner-Fußball ist zu erwarten. Bauer setzt auf Einsatz, Intensität und die Bereitschaft, für das Team zu kämpfen. Die kommende Partie ist mehr als nur ein Spiel; sie ist ein Test für die gesamte Organisation des VfL Wolfsburg.