Wut in der wirtschaft über 1000-euro-prämie wächst
Die Empörung in der Wirtschaft über die geplante 1000-Euro-Prämie für jeden Arbeitnehmer wächst. Nachdem Industrie und Mittelstand von der Maßnahme betroffen waren, richtet sich nun die Kritik auch gegen das Handwerk.

Handwerkerpräsident fordert bundesregierung auf, plan zu ändern
Handwerker-Präsident Jörg Dittrich (56) kritisiert die Prämie scharf. Er fürchtet, dass die Mittel für den Staat nicht kommen, sondern die Firmenbelastung erhöht werden würde.
Dittrich fordert die Bundesregierung auf, den Plan für die steuerfreie Prämie direkt wieder aufzugeben und durch andere Entlastungsmassnahmen zu ersetzen.
Die Prämie, die 2026 eingeführt werden soll, um den Teuerungsschock beim Benzin abzufedern, würde den Firmenchef zahlen lassen. Die Handwerksbetriebe müssten dann 5,6 Milliarden Euro ausgeben, um jedem Mitarbeiter die 1000 Euro zu überweisen.
Die Kritik an der Prämie kommt auch von Unternehmerinnen wie Janine Kordes, Chefin eines Reinigungsmittel-Herstellers in Kiel. Sie kritisiert Kanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil scharf.
Die Regierung reagierte auf die Kritik und kündigte an, dass Firmen auch 2027 die steuerfreien 1000 Euro an Mitarbeiter auszahlen könnten, in der Hoffnung, dass es vielen dann besser geht.
