Haar - macht - lust: eine ausstellung in münchen

Die Kunsthalle München zeigt von Ende September bis Oktober eine Ausstellung mit dem Titel 'Haar-Macht-Lust'. Rund 200 Werke beleuchten die vielfältige Bedeutung von Haar in der Kunstgeschichte. Von Sandro Botticellis Renaissance-Frauen bis zu Hollywood-Schauspielerinnen, von Kaiserin Elisabeth bis zu modernen Modellen, das Haar war und ist ein Symbol von Schönheit, Macht und Eros.

Haare als machtsymbol

Haare als machtsymbol

Haare waren und sind ein Mittel zur Ausdruckssteuerung und zur Beeinflussung der Umwelt. So trug Kaiserin Elisabeth ihre Haare bodenlang, während Ludwig XIV seine Glatze unter einer wallenden Perücke verbarg. Im Mittelalter wurden Frauen, die ihre Ehebruchgeschichten preisgaben, kahl geschoren. Im 20. Jahrhundert wurden Haare auch politisch instrumentalisiert, wie bei John Lennon und Yoko Onos Protestaktion im Hotelzimmer.

Das Haar ist ein Ausdruck unserer Identität und unserer Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Es kann uns machtlos oder mächtig machen, je nachdem wie wir es tragen oder wie es interpretiert wird.