Joghurt für katzen: segen oder fluch im napf?
Katzenbesitzer fragen sich
: Ist ein Löffelchen Joghurt für den Stubentiger unbedenklich? Expertenwarnen vor zu viel davon – und vor bestimmten Zutaten.Joghurt und katzen: eine frage der menge und qualität
PETBOOK, das zu Axel Springer gehört, hat kürzlich erneut die Frage aufgeworfen, wie gesund Joghurt für unsere feline Freunde tatsächlich ist. Während ein kleiner Klecks als Leckerbissen durchaus willkommen sein kann, birgt die Fütterung von Katzen mit Joghurt einige Fallstricke.
Das gute Nachrichten: Joghurt enthält weniger Laktose als Kuhmilch, was die Verdauung vieler Katzen erleichtert. Zudem liefert er Proteine und Kalzium, die die Darmflora positiv beeinflussen können. Allerdings ist nicht jede Katze mit Joghurt gleichermaßen zurechtkommen. Viele Katzen leiden nach der Stillzeit an einer Laktoseintoleranz, da ihr Körper weniger Laktase produziert – das Enzym, das Milchzucker abbaut.
Zeigt Ihre Katze nach dem Verzehr von Milchprodukten Anzeichen wie Durchfall oder Blähungen, sollte man sofort damit aufhören. Milchprodukte, einschließlich Joghurt, gehören zu den häufigsten Allergenen bei Katzen. Eine moderate Menge – maximal ein Teelöffel, besser ein Esslöffel – gelegentlich ist erlaubt. Zu viel Joghurt kann zu Verdauungsproblemen führen. Beobachten Sie Ihr Tier genau.
Laktosefreier Naturjoghurt ist die bessere Wahl. Auch pflanzliche Alternativen wie Soja- oder Haferjoghurt sind laktosefrei, bieten aber keinen zusätzlichen Nutzen. Griechischer Joghurt ist zwar etwas fettärmer, enthält aber mehr Fett. Besonders gefährlich sind Joghurts mit Zucker oder Aromen, da diese keine Vorteile bringen, sondern den Verdauungstrakt zusätzlich belasten.
In leichtem Durchfall kann probiotischer Joghurt kurzfristig helfen, ersetzt aber keinesfalls einen Tierarztbesuch. Achten Sie bei der Auswahl auf Naturjoghurt ohne Zusätze. Vorsicht vor Joghurts mit Birkenzucker oder Xylit – diese Stoffe sind für Katzen hochgiftig.
Die Fütterung von Katzen mit Joghurt ist also ein Balanceakt. Ein kleiner, laktosefreier Klecks kann eine willkommene Ergänzung sein. Doch Vorsicht: Übertreiben Sie es nicht.
Die Zahlen sprechen für sich: Laut einer Studie der Tierklinik Heidelberg leiden etwa 30% der Katzen an einer Laktoseintoleranz. Ein kleiner Löffel Joghurt kann ein Risiko sein.
Der Tipp der Experten: Lieber auf natürliche Alternativen setzen oder ganz darauf verzichten. Die Gesundheit Ihrer Katze steht an erster Stelle.
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