Sonne gefährdet hunde: tierärzte warnen vor sonnenbrand
Hunde mit wenig Fell
leiden unter der Sonne – Tierärztin Maja Firlé warnt vor gefährlichen Sonnenbrand.Kurzhaarige rassen besonders betroffen
Während das Fell viele Tiere vor den schädlichen Strahlen der Sonne schützt, sind einige Hundearten besonders gefährdet. Dazu gehören vor allem wenig behaarte Rassen wie der Chinesische Schopfhund oder kurzhaarige Vertreter wie Dalmatiner und Galgos. Auch Tiere, die nach einer Operation geschoren wurden oder an Fellverlust leiden, sind empfindlicher.

Symptome und folgen des sonnenbrands
Die Folgen eines Sonnenbrands ähneln denen beim Menschen: Rötungen, Schmerzen und Juckreiz können auftreten. In schweren Fällen bilden sich Blasen oder Entzündungen – Tierärzte sprechen von einer Solardermatitis. Diese Entzündung kann sehr schmerzhaft sein und erfordert eine Behandlung.
Schutzmaßnahmen für sensible fellnasen
Um die Haut zu schützen, sollten empfindliche Hunde vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Schattenplätze im Garten oder auf dem Balkon bieten einen willkommenen Rückzugsort. Beim Spaziergang ist es ratsam, die Mittagssonne zu meiden und schattige Wege zu wählen.
Spezielle sonnenpflege für hunde
Zusätzlich kann die Anwendung von spezieller Sonnencreme sinnvoll sein. Vor allem Nasenrücken, Ohren, Bauch, Brustbereich, die Innenseiten der Beine und die Region rund um das Maul sollten eingecremt werden – Stellen, an denen wenig Haare wachsen. Welpen benötigen zusätzlichen Schutz, und die Creme sollte regelmäßig erneuert werden, insbesondere nach längeren Aufenthalten im Freien. Von menschlicher Sonnencreme ist Tierärztin Firlé abzuraten, da die pH-Werte unterschiedlich sind und Inhaltsstoffe Hautreizungen verursachen können.
Expertenhinweis: dr. maja firlé
Dr. Maja Firlé, Tierärztin in Frankfurt am Main und Gründerin der Sozialen Tier-Not-Hilfe e.V., betont: „Es ist wichtig, dass wir unsere Vierbeiner vor den gesundheitlichen Risiken der Sonne schützen. Die Folgen eines Sonnenbrands können gravierend sein.“
